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Stormarner Wochenschau : Bloß nicht zu viel bewegen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die eine oder andere Schweinerei und Geheimniskrämerei steht im Mittelpunkt unserer Wochenrückblicks.

Hätte, hätte Fahrradkette

Zugegeben, rückblickend ist es leicht mit dem Finger auf mögliche Fehler aus der Vergangenheit zu zeigen. Würde das traditionsreiche St. Jürgen heute besser dastehen, wenn gewisse Entscheidungen nicht getroffen worden wären, wenn die Stiftung einen anderen Vorstand oder das Heim andere Leiter gehabt hätte (siehe Seite 13)? Wenn man ehrlich ist, ist das schwer bis gar nicht zu beantworten. Fakt ist: St. Jürgen ist in eine gefährliche Schieflage geraten, der Karren steckt ganz tief im Dreck, wenn nicht bald was passiert, muss man kein Prophet sein, um ein unschönes Ende vorherzusagen. Und wie soll es nun weitergehen?

An der Spitze des Stiftungsvorstands stehen zwei ausgesprochene Alphamännchen von der CDU. Aus dieser an sich wertfreien Konstellation heraus geht der Ärger los. Bislang ist es nur die FBO, die sich öffentlich positioniert. Doch ist die vorgetragene Sorge um St. Jürgen wirklich echt, oder ist das für Rohdes nur ein gefundenes Fressen, um ehemaligen Parteifreunden gehörig in die Suppe zu spucken? Ist an den aus den Fragen heraus lesbaren Vorwürfen wirklich was dran? Wenn SPD und/oder Grüne aktiv werden sollten, tun sie es dann um der Sache willen oder wollen sie daraus nur politisches Kapital schlagen? Die Behauptung wird so sicher kommen wie das Amen in der Kirche. Dafür sind die politischen Gräben in der Kreisstadt viel zu groß. Dafür ist das Konstrukt auch viel zu seltsam: Stadtverordnete werden in die Pflicht genommen, erhalten von der Verwaltung aber keine Unterstützung, sie sollen die Satzung beschließen, müssen aber nicht zwingend informiert werden. Das passt alles nicht zusammen.

Eine Vorkaufsrechts-Satzung für den Kirchberg wurde bereits erlassen. Aber mal ganz ehrlich: Wollen wir wirklich die Stadt als Betreiber eines Altenheims haben. Nein! Es gibt auf diesem Sektor private Anbieter, die das erfolgreich machen. Vor diesem Hintergrund kann sicher auch in Frage gestellt werden, ob die Stiftung heute überhaupt noch dem ursprünglich gewollten Geist entspricht. Wäre es nicht sinnvoll, die Stiftung komplett neu aufzustellen? Und wenn ja, wer wäre Experte genug, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln?

Gefahr erkannt

Zweimal diese Woche: Thema Schweine. In Hoisdorf die, für die erst noch ein Stall gebaut werden soll. Oder auch nicht. In Havighorst die, die mit einem Tiertransporter verunglückten. In Hoisdorf will die Bürgerinitiative die Tiere nicht haben, jedenfalls nicht in einem Stall mit 1400 Mastplätzen. Und nach dem Unfall in Havighorst meldete sich der Verein Peta zu Wort, der als selbst ernannte Tierrechtsorganisation das Wort für die sensiblen und intelligenten Tiere ergriff und bei der Staatsanwaltschaft Lübeck Anzeige erstattete. Und weil’s „schonende Tiertransporte nicht gibt“, fordert Peta generelles Verbot. Hat Peta damit nicht die Lösung für mehrere Tierprobleme auf einmal gefunden? Soll doch in Hoisdorf einen Maststall bauen wer will, da kommt ja sowieso kein Schwein hin. Muss man nicht froh sein, dass Peta für die Schweine spricht und nicht umgekehrt. Angesichts der Unfallgefahr auf Straßen müssten die ja ein Verbot für Menschen in fahrenden Autos fordern.

Geheim

„Kein Kommentar“ oder „Das kann ich weder bestätigen noch dementieren“ sind gerade Lieblingsfloskeln von Politikern in Ahrensburg. Es geht um die Frage, wer gegen Bürgermeister Michael Sarach antritt. Warum die Geheimnistuerei? Alles nur weil die CDU 2009 Schiffbruch erlitten hatte, als Jörn Schade gegen Sarach verlor. Gewollt transparent und frühzeitig hatte man ihn nominiert. Der Schuss ging so nach hinten los, dass Schade nicht nur verlor, sondern auch Fraktionsvorsitz und Mandat niederlegte. Ob’s jetzt was bringt?
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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 15.Mär.2015 | 12:16 Uhr

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