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Stormarner Tageblatt

14. Dezember 2017 | 09:31 Uhr

Hamberge : Blitz schlägt in Haus

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Gegen 4.40 Uhr wurde die Feuerwehr in der Unwetternacht nach Hamberge gerufen: Der Blitz hatte in ein Einfamilienhaus eingeschlagen. Es ist unbewohnbar.

Ein Blitzschlag hat das erst fünf Jahre alte Haus einer jungen Familie im Mühlenweg unbewohnbar gemacht. Es war die schlimmste Folge des Unwetters mit Gewitter und Starkregen, das in der Nacht zu gestern über Stormarn tobte. Das Ehepaar – der Mann ist Feuerwehrmann in Hamberge – konnte sich in Sicherheit bringen. Ihr kleines Kind war glücklicherweise nicht zu Hause, es hatte bei der Oma geschlafen.

Gegen 4.40 Uhr wurden die Feuerwehrleute mit dem Einsatzstichwort „Feuer Mittel“ von ihren Funkmeldern geweckt. „Als wir im Mühlenweg ankamen, schlugen ein Meter hohe Flammen auf der gesamten Länge aus dem Dachfirst“, so Amtswehrführer Albert Iken. Den Brandschaden konnte die Feuerwehr relativ gering halten, aber aufgrund des Wasserschadens ist das Haus bis auf weiteres unbewohnbar. Und durch die enorme Energie des Blitzes sind alle Stromleitungen im Haus verkohlt. „Der Blitz ist bis hinunter in den Heizungskeller geschlagen“, sagt Iken.

Neben den Wehren aus Hamberge, Reinfeld und Ratzbek wurde auch Klein Wesenberg nachalarmiert, weil die Ortswehr über die meisten Atemschutzträger in Nordstormarn verfügt. Die Feuerwehrleute deckten Teile des Daches ab, um an die Glutnester zu kommen. Immer wieder kontrollierten sie das Dach dabei mit einer Wärmebildkamera. Die Einsatzleitung hatte auch eine Drehleiter aus Lübeck angefordert. Doch die Berufsfeuerwehrleute konnten nicht wirklich helfen, weil sie mit der Leiter nicht an die hintere Dachfläche gelangen konnten. Hier waren die Männer der örtlichen Wehr gefordert, die sich von innen langsam an die Glutnester herankämpften.

Derweil rollte auf der Straße vor dem Haus die Nachbarschaftshilfe an. Anwohner versorgten die Einsatzkräfte mit Kaffee und boten der Familie Hilfe an. Die kommt zunächst bei Verwandten unter. Der Einsatz war gegen 7.45 Uhr beendet. Wie hoch der Sachschaden ist, muss ein Gutachter klären.

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