Ahrensburg : Blick zurück in Zeiten der Apartheid

Herbert Meißner in jungen Jahren in Transvaal.
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Herbert Meißner in jungen Jahren in Transvaal.

Herbert Meißner, Pastor im Ruhestand, berichtet in der St. Johannes-Kirche von seinem Dienst auf einer Missionsstation in Transvaal.

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27. Mai 2018, 14:39 Uhr

Ein Blick zurück in die Zeiten der Apartheid in Südafrika: Der Förderverein St. Johannes Ahrensburg lädt am Donnerstag, 31. Mai, zum Vortrag „Zeugnis und Dienst – eine Projekterfahrung in Südafrika“ ein. Herbert Meißner wird um 19.30 Uhr über seine seine Zeit in Südafrika berichten. Der Pastor im Ruhestand ist Vorsitzender des Kirchengemeinderats Ahrensburg und leitete ehemals das Evangelische Missionswerk. Knapp zehn Jahre arbeitete Meißner in den 1970er-Jahren in Südafrika. Gemeinsam mit seiner Frau begann er seinen Dienst auf einer Missionsstation in Transvaal. Das war seit 1910 eine der vier Provinzen Südafrikas. Bei den Reformen nach den ersten freien Wahlen 1994 wurde die Transvaal aufgelöst und in die Provinzen Nordwest, Limpopo, Mpumalanga und Gauteng aufgeteilt. In der Region wurde das Evangelium seit mehr als 100 Jahren verkündet, doch der Stamm, bei dem Meißner wohnte, wies Menschen aus, die sich taufen ließen. Im Auftrag der Kirche baute der Ahrensburger nach langen Verhandlungen mit dem Häuptling eine Holzwerkstatt auf. „Die Werkstatt wurde zum Schlüssel, der die Herzen des Stammes für das Evangelium öffnete. Ich lernte, wie eng Zeugnis und Dienst zusammengehören, wenn sie zum Glauben einladen wollen“, sagt Meißner, der auch Mitarbeiter von Bischof Desmond Tutu war. Der anglikanischen Geistliche wurde 1984 für seine Aktivitäten gegen die Apartheid und für Menschenrechte mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Weitere Information zum Verein und seinen Tätigkeiten unter www.st-johannes-ahrensburg.de


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