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Trittau : „Blaues Haus“: Streit im Schulverband hält an

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lütjensee und Großensee wollen die Kosten für einen Neubau nicht mittragen, weil er zum überwiegenden Teil von Trittauer Kindern genutzt werden soll. In der Hahnheideschule wurde Schimmel an Schuldecke entdeckt.

Verstärkter Diskussionsbedarf besteht weiterhin im Schulverband. Es geht – wie berichtet – um den Neubau eines weiteren „Blauen Hauses“ für die Nachmittagsbetreuung.

Zu 77 Prozent wird dieses Angebot von Trittauer Schülern genutzt. Daher wollen die Bürgermeister von Lütjensee und Großensee – Ulrike Stentzler und Karsten Lindemann-Eggers – die Kosten für den Neubau nicht mittragen.

In beiden Orten werden eigene Betreuungseinrichtungen betrieben, die im Bedarfsfall auch Hortkinder aufnehmen könnten. Die Bürgermeister fordern die Gründung eines separaten Schulverbands für die Mühlau-Grundschule und das Blaue Haus.

Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch und Schulverbandsvorsitzende Ute Agatz wollen dagegen an der Trägerschaft festhalten. Sie schlugen eine anteilige Finanzierung des Neubaus vor, je nachdem, wie viele Kinder welchen Orts die Einrichtung nutzen. Das wurde grundsätzlich positiv aufgenommen, doch die Bedenken überwiegen. Ein Beschluss wurde noch nicht gefasst.

Zunächst soll die Verwaltung ein Konzept entwickeln, die Finanzierung berechnen und eine mögliche Satzungsänderung prüfen. „Einig sind wir uns nur, dass, wenn ein Neubau kommt, er in Modulbauweise erfolgen und am
B-Platz stehen soll“, sagt Ute Agatz, die hofft, dass das Konzept bis zur Oktobersitzung fertig ist.

Erfreulich ist die Bauannahme der neuen Module an der Hahnheideschule. Die neuen Räume werden zunächst noch anders genutzt als geplant, denn bei der Brandschutzsanierung der Hahnheideschule wurden Schimmelpilze in der Decke festgestellt. Acht Klassen müssen für die Dauer der Sanierung ausgelagert werden. Daher verzögert sich auch der Beginn der Brandschutzmaßnahmen in der Mühlauschule, da die Grundschüler währenddessen in die Hahnheideschule gehen müssen.

Ein „dickes Dankeschön“ richtet Ute Agatz an das Gymnasium und die Grundschule: Je zwei Klassen stellen die Schulen für das Blaue Haus zur Verfügung, verzichten dafür auf einen Aufenthaltsbereich und rücken enger zusammen. „So konnten wir alle Kinder, die auf der Warteliste standen, doch noch unterbringen“, sagt Ute Agatz erfreut.


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