zur Navigation springen

Ahrensburg : Blaue Kreuze: Protest gegen Beltquerung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Stormarner Grüne wollen sich dem Dachverband der Gegner anschließen. Als sichtbares Zeichen des Widerstands werden die blauen Kreuze aufgestellt.

In Stormarn steht das erste blaue Kreuz an der Bahnstrecke Hamburg – Lübeck. Stormarner Grüne haben das Symbol für die Ablehnung der festen Fehmarn Beltquerung zusammen mit der grünen Bundestagsabgeordneten Valerie Wilms in Ahrensburg aufgestellt.

Die Kreisverbände Stormarn und Herzogtum Lauenburg der Grünen wollen in einer gemeinsamen Kreismitgliederversammlung in der nächsten Woche den Beitritt zu dem Dachverband „Beltretter“ beschließen. Ihr Zeichen, das blaue Kreuz, ist den gelben Kreuzen gegen die Atomlagerung im Wendland nachempfunden.

Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zur Fehmarn-Beltquerung soll sich eine „Spur der blauen Kreuze“ durch Stormarn ziehen. Das nächste wird Valerie Wilms nach der Diskussion an diesem Samstag um 10 Uhr im Bahnhof Bargteheide aufstellen. Wer an seinem Zaun oder Vorgarten ein etwa 1,50 mal 1,00 Meter großes Kreuz aufstellen möchte, bekommt es von den Grünen Stormarns. „Es sind genug Kreuze vorhanden. Anruf genügt“, sagt Ullrich Kruse aus der Kreisgeschäftsstelle der Grünen, Tel. (04532) 278  1130.

Bis zu 730 Meter lange Güterzüge, die im Abstand von sieben Minuten durch Reinfeld, Bad Oldesloe, Bargteheide, Ahrensburg und Hamburg fahren, befürchtet Valerie Wilms. Dagegen kämpft seit längerem auch die „Bürgerinitiative an der Bahnstrecke Hamburg-Lübeck“, die am Dienstagabend zu einer Diskussion nach Rahlstedt geladen hatte. Dort diskutierten die CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Klimke (Wandsbek) und Gero Storjohann (Stormarn-Mitte), die SPD-Abgeordnete für Ostholstein und Stormarn-Nord, Bettina Hagedorn, der Linken-Abgeordnete Herbert Behrens aus Niedersachsen, der grüne Landtagsabgeordnete Andreas Tietze, Wieland Schinnenburg (FDO) aus der Hamburger Bürgerschaft und Jürgen Mattulat von der Initiative.

Deren Vorschläge alternativer Trassen entlang der A  1 oder über Bad Kleinen und Lüneburg seien nicht machbar, so die Abgeordneten. Und die S  4 interessiert   laut Gero Storjohann „so richtig niemanden in Berlin“. Der Zahl von 120 Güterzügen am Tag wurde explizit nicht widersprochen. Die Frage, ob schon heute jeder sechste Waggon Gefahrgut transportiert, blieb offen – es war kein DB-Vertreter dabei. Bettina Hagedorn geht davon aus, dass die Beltquerung nicht mehr gebaut wird.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen