Trittau : „Blacky“ steuert Final-Hattrick an

Der Trittauer Fußballfan Andreas Beckmann steht vor dem Besuch seines dritten WM-Endspiels in Folge – auf dem dritten Kontinent.

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21. Juni 2014, 17:07 Uhr

Der Schiedsrichter pfeift das Spiel ab und Deutschland schlägt Portugal in seiner ersten Partie bei der Fußball-WM in Brasilien mit 4:0. Andreas Beckmann und Armin Müller klatschen sich ab: Der Weg zum Gruppensieg scheint bereitet. Und Erster in der Gruppe mit Portugal, Ghana und den USA sollte die deutsche Mannschaft schon werden, schließlich besitzen die beiden Trittauer Eintrittskarten vom Viertelfinale am 4. und 5. Juli bis zum Endspiel im legendären Maracana. Für Beckmann, vielen auch als fußballverrückter „Blacky“ bekannt, wird dies das dritte WM-Finale in Folge sein, das er live verfolgt: „ Nach Berlin und Johannesburg nun mit Rio in Südamerika ein dritter Kontinent“, erzählt Beckmann: „Auch das hat sicherlich seinen Reiz.“

WM-Premiere feierte er 1974 bei der 0:1-Niederlage der deutschen Elf gegen die DDR in Hamburg. 1990 in Rom folgte bei seiner Endspielpremiere gleich der WM-Titel. 2006 kam Beckmann auf acht Spiele, vier Jahre später verfolgte er in Johannesburg das Finale live vor Ort – jetzt also Brasilien. Begleitet wird er bei den drei Matches von seinem Freund Armin Müller, der schon in Deutschland sein Begleiter war. Damals fuhren beide im Auto durch die Republik und zelteten. Für den Brasilien-Trip seien Unterkünfte und Inlandsflüge zwar noch unklar, aber „als Sieger der Gruppe spielt Deutschland danach in Rio oder Sao Paulo, mit dem zweiten Platz haben wir uns nicht beschäftigt“, sagt Müller. Für beide gilt es, erst einmal am 2. Juli in den Flieger nach Rio de Janeiro einzusteigen, der Rest wird sich finden. „Zur Not übernachten wir am Strand, Schlafsäcke haben wir dabei“, verrät „Blacky“ augenzwinkernd. An der Copacabana dürfte dies aber die letzte Option sein – und in Sao Paulo gibt es gar keine Strände.

Beckmann verarbeitet seine WM-Erlebnisse übrigens auch literarisch. Über das Turnier in Deutschland verfasste er „Blacky’s WM-Tagebuch“, das später bei einer Lesung in der historischen Wassermühle in Trittau vor ausverkauftem Haus zum Besten gegeben wurde. Sollte es in Brasilien gelingen, die momentane Schreibblockade zu lösen, plant er eine Wiederholung. Aber zuerst hoffen nicht nur die beiden Edelfans auf ein weiterhin gutes Turnier mit einer möglichst maximal erfolgreichen deutschen Mannschaft.

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