Bildungsbüro für Kreis Steinburg : Bildung mit vereinten Kräften

Für mehr Transparenz in der  Bildungslandschaft: (v.li.) Christoph Sladek (rbz), Lothar Schramm (Kreis), Bernd Krohn (rbz) ,  Prof. Dr. Jürgen Teifke  und Cornelia Reinhardt (beide Wirtschaftsinitiative). Es fehlen Andreas Arndt (Stadt) und  Carsten Roeder (Stadt). Foto: Althaus
Für mehr Transparenz in der Bildungslandschaft: (v.li.) Christoph Sladek (rbz), Lothar Schramm (Kreis), Bernd Krohn (rbz) , Prof. Dr. Jürgen Teifke und Cornelia Reinhardt (beide Wirtschaftsinitiative). Es fehlen Andreas Arndt (Stadt) und Carsten Roeder (Stadt). Foto: Althaus

Vertreter aus Stadt, Kreis und Wirtschaft diskutieren: Neues Büro soll vorhandene Angebote vernetzen

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24. März 2012, 08:21 Uhr

kreis steinburg | Vertreter der Stadt Itzehoe, des Kreises Steinburg und der Wirtschaft in der Region haben sich auf die Fahne geschrieben, noch in diesem Jahr ein Bildungsbüro zu eröffnen. Auf ihrer 14. Abstimmungsrunde seit November 2010 diskutierten sie gestern weitere Einzelheiten für das Konzept "Bildungsregion Steinburg Plus". Ziel sei, die bunte Bildungslandschaft besser zu vernetzen, um "zur Steigerung der Wirtschaftskraft und zur Attraktivität der Region" beizutragen, sagt der Sprecher der Gruppe, Prof. Dr. Jürgen Teifke. Er vertritt die Initiative der regionalen Wirtschaft "Steinburg + 2030". Die Delegierten der unterschiedlichen Bereiche wollen "Bildung gemeinsam gestalten", wie das Motto des Konzepts lautet.

In der Region gebe es viele qualitativ hochwertige Bildungsmöglichkeiten. Aber: "Da gibt es sehr viele Parallelangebote", sagt Lothar Schramm, Projektmanager beim Kreis für Regionales Übergangsmanagement (RÜM). Die Themen des rbz, der Volkshochschulen oder des IZET würden sich an manchen Stellen überschneiden. Das geplante Büro soll die Bildungsträger aufmerksam machen, wenn Themen in verschiedenen Institutionen doppelt bearbeitet werden. Umgekehrt soll die Stelle den Horizont möglicher Interessenten erweitern: Wenn sich beispielsweise jemand aus Glückstadt fortbilden will, aber dort kein passendes Angebot findet, soll ihn das Büro auf gleiche Themen in anderen Orten hinweisen. Dazu sollen dort alle Informationen in Sachen Bildung, Kultur und Soziales zusammenlaufen.

In einer Findungsphase haben die Akteure bereits versucht, auf einen gemeinsamen Begriff von Bildung zu kommen. Die Positionen reichen vom humanistischen Standpunkt einer umfassenden Allgemeinbildung bis zur technokratisch geprägten Sichtweise von "Aus-Bildung" der modernen Wirtschaft. Klar sei: "Bildung umfasst alle Altersgruppen", sagt Schramm. Auf Fachtagungen wie der "Bildungslandschaft Itzehoe" oder dem "RÜM-Kickoff" werde immer wieder eine breitere Öffentlichkeit in die Diskussion mit einbezogen. Für Herbst dieses Jahres ist eine weitere Auflage der Steinburger Bildungsgespräche geplant.

Die Gruppe will aber auch "Politik und Verwaltung mit an Bord holen", so Schramm. Deshalb hat sie ihr Konzept bereits vor dem Bildungsausschuss des Kreises vorgestellt und werde es ein weiteres Mal vor dem Jugendhilfeausschuss präsentieren. Bis jetzt seien die Rückmeldungen des Kreises und auch der Stadt Itzehoe positiv, sagt Schramm - selber Kreisvertreter - zuversichtlich.

Dementsprechend erhofft sich das Gremium, das Bildungsbüro teilweise aus den öffentlichen Haushalten finanzieren zu können. Außerdem sollen Förderprogramme und die regionale Wirtschaft als Geldgeber gewonnen werden. Wichtig ist laut Schramm: Am Ende sollen keine Parallelstrukturen geschaffen werden. Es gehe lediglich darum, "das vorhandene Angebot transparent zu machen", ergänzt Teifke.

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