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Stormarner Tageblatt

18. Oktober 2017 | 23:06 Uhr

Betonwände für mehr Sicherheit

vom

A1: Die 6,5 Kilometer lange Strecke zwischen Reinfeld und Bad Oldesloe wird erneuert / Die Leitplanken sind bereits abgebaut

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Reinfeld / Bad Oldesloe | Seit November herrschte Ruhe auf der A 1 - jetzt geht es wieder richtig los. Nachdem im vergangenen Jahr die Teilstrecke zwischen dem Kreuz Lübeck und der Abfahrt Reinfeld in Fahrtrichtung Hamburg "grundhaft erneuert" wurde, wie es Britta Lüth, stellvertretende Leiterin des Lübecker Straßenbauamts nennt, ist jetzt der nächste Abschnitt dran: die 6,5 Kilometer lange Strecke zwischen Reinfeld und Bad Oldesloe in Richtung Hamburg. Das tut auch Not, denn die Strecke gleicht mehr einem Flickenteppich als einer durchgehend glatt asphaltierten Fahrbahn.

So mancher Autofahrer wird sich in den letzten Tagen gefragt haben, warum die Leitplanken abgebaut und durch so genannte Beton gleitwände ersetzt wurden. "Diese Maßnahme dient der Verkehrssicherung", erklärt Lüth. Denn schon bald soll der gesamte Verkehr vierspurig in beide Richtungen auf der gegenüberliegenden Fahrbahn möglichst zügig vorankommen.Lüth: "Das nennen wir die Vier-Plus-Maßnahme - eine gängige Methode, damit die Fahrbahn in einer Richtung komplett erneuert werden kann. So können wir garantieren, dass der Verkehr während der Bauarbeiten immer vierspurig fließen kann." Denn neben den drei bereits vorhandenen Spuren wird zusätzlich die Standspur für den Verkehr freigegeben. Die Expertin hofft, dass diese Maßnahme ausreicht, um die Staus während der Ferienzeit in Grenzen zu halten.

Das Einsetzen der Beton gleitwände in der Mitte der Fahrbahn hätte schon längst abgeschlossen sein sollen. Doch es seien, bedauert die Expertin, leider Mängel an den Sicherheitswänden festgestellt worden. "Scharfe Kanten, die in den Verkehr ragen, und aufgeplatzten Beton können wir natürlich nicht gebrauchen", so Lüth. Die Baufirma ist zurzeit dabei, die Schäden zu beheben. Deshalb stagnieren die Bauarbeiten für kurze Zeit. Doch Britta Lüth rechnet damit, dass es bald weitergehen wird. Schließlich sollen in Kürze die Betonbrecher anrücken, um die Fahrbahn aufzureißen und die grundlegende Erneuerung vorzunehmen.

Am Seiten- und Mittelstreifen sollen zudem die Schutzeinrichtungen und Entwässerungen erneuert, an den Autobahnbrücken Abdichtungs- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden. "Das wird sich dann genauso abspielen wie im vergangenen Jahr", sagt Lüth. Ziel ist es, Ende November mit allen Arbeiten fertig zu sein. Beauftragt wurde diesmal die Firma Alpine Bau Deutschland GmbH. Sie unterbreitete bei der europaweiten Ausschreibung das günstigste Angebot und hat einen guten Ruf. Sie baute zum Beispiel die Allianz-Arena in München. 11,5 Millionen Euro sind für das Bauprojekt veranschlagt.

Bei Meddewade ist ein Mischplatz entstanden, auf dem der aus der alten Fahrbahn entnommene Beton wieder aufbereitet werden soll. Mehr als 30 000 Kubikmeter Sand, Gestein und Beton müssen die Maschinen verarbeiten und bewegen - immerhin die gigantische Fläche von 20 Fußballfeldern. Noch ist nicht viel los. Die Arbeiter haben den Platz mit Kalk abgestreut, um den Boden zu trocknen. Ein vom Kalk weiß gefärbter Trecker mit Anhänger zeugt von den Vorarbeiten.

In den nächsten Tagen wird es auf dem Mischplatz ähnlich aussehen wie damals auf dem Baugelände in Klein Wesenberg - mit riesigen Lastwagen und Traktoren, die den ausgefrästen Beton über meterhohe Beton- und Sandberge transportieren.

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