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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2017 | 12:49 Uhr

Betonkrebs und B5-Ausbau im Visier

vom

Was tut sich auf Steinburgs Straßen? Staatssekretär und Verkehrsminister zu Besuch im Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Itzehoe

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Kreis Steinburg | Weiß-rote Barken, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Fahrbahnverengungen, gelbe Markierungen auf dem Asphalt - Baustellen gehören auf den Straßen rund um die Kreisstadt derzeit zum gewohnten Bild für Autofahrer. Nun verschaffte sich auch hoher Besuch aus Kiel einen Einblick von den aktuellen Verkehrsprojekten im Kreis. Staatssekretär Dr. Frank Nägele und Verkehrsminister Reinhard Meyer statten allen Niederlassungen des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein einen Besuch ab. Erste Station war Itzehoe, wo sie mit Niederlassungsleiter Kai-Uwe Schacht über die Bauprojekte auf der Autobahn 23 - der Abschnitt zwischen Horst und Elmshorn sowie der Abschnitt zwischen Itzehoe-Nord und Schenefeld - den dreispurigen Ausbau der B5 zwischen Itzehoe Mitte und Wilster West und den geplante Bau der A20 sprachen. Was sich auf den Straßen im Kreis tut, verriet Verkehrsminister Meyer:

Den Baustellenschwerpunkt für dieses Jahr habe man auf die A23 gelegt, so Meyer. "Betonkrebs - da müssen wir dringend ran, sonst halten die Straßen das eventuell nicht bis zum Winter durch. Dann drohen Sperrungen." Zwischen Horst und Elmshorn wird schon länger eifrig die Fahrbahn saniert, bei dem Abschnitt zwischen Itzehoe Nord und Schenefeld wartete man noch das Wacken Open Air ab. "Die Baustellen auf der A7 haben wir nicht vorhergesehen", so Meyer. Der Verkehrsminister nahm damit Bezug auf die Rader-Hochbrücke in Rendsburg. Dort ist die A7 für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen gesperrt, kilometerlange Staus verlangen den Pendlern starke Nerven ab. Wer aus Flensburg gen Hamburg oder Neumünster will, wird ab Husum auf die A23 geleitet - aber auf der Ausweichstrecke wird es jetzt auch eng. Meyer bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis, damit die Straßen schnellstmöglich wieder in einen normalen Zustand gebracht werden können. "Ende des Jahres sollen die Arbeiten beendet sein."

Weiter voran gehe es mit dem dreispurigen Ausbau der B5 zwischen Itzehoe Mitte und Wilster West. "Die Unterlagen sind soweit fertig gestellt, ab 1. September beginnt das Planfeststellungsverfahren - ein wichtiges Zeichen, dass es nun voran geht", betonte Meyer. Allerdings seien solche Verfahren mit einem zeitlichen Aufwand verbunden, mit drei Jahren sei zu rechnen. "Aber wir sind positiver Dinge, die Prognose rechtfertigt den dreistreifen Ausbau." Bei der neun Kilometer langen Strecke mit neun Brückenbauabschnitten war zunächst nicht klar, wieviele Brücken im Zuge der Bauarbeiten erneuert werden müssen. "Wahrscheinlich ist es nur eine, der Rest lässt sich mit der jetzigen Planung bewerkstelligen", informierte Meyer. Trotzdem kein ganz einfaches Projekt: "In der Marsch sind die Bodenverhältnisse schwierig. Die Arbeiten am Obi-Kreisel dauern so lange, weil es Probleme mit der Entwässerung gab." Außerdem würden sich die Arbeiten dadurch verlängern, weil die Strecke für die Bauarbeiten nicht für den Verkehr gesperrt wurde. "Ende des Jahres sind wir aber mit dem Kreisel durch", so Meyer. Planungen laufen auch für den Bau der A20: "Wir haben die Absicht, 2014 alle Planungsabschnitte fertig zu haben."

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