Bad Oldesloe : Berufsschulen sind dem Kreis lieb und teuer

Der Anbau – ein Entwurf der ams-Architekten – soll gleich verlängert und aufgestockt werden.
Der Anbau – ein Entwurf der ams-Architekten – soll gleich verlängert und aufgestockt werden.

Der im März beschlossene Anbau für die Kreisberufsschule in Bad Oldesloe soll noch vor Baubeginn erweitert werden. Zudem wollen die Schulen wesentlich mehr Geld für ihre IT.

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16. August 2018, 06:00 Uhr

Vor nicht mal einem halben Jahr dachte man im Bauausschuss des Kreises, ein lange strittiges Thema nun endlich vom Tisch zu haben. Mindestens 18 zusätzliche Klassenräume fordert die Berufliche Schule Bad Oldesloe ein, das Bauamt, das zunächst von sechs neuen Klassen ausgegangen war, hielt dann 16 für ausreichend. Man einigte sich schließlich auf 18 Klassenräume, wenn man die für 5,1 Millionen Euro bekommen kann.

Der Anbau in der Hügellandschaft westlich des Altbaus, soll im Herbst ausgeschrieben werden, so dass im Frühjahr begonnen werden kann. Nachdem alles in trockenen Tüchern war, meldete die Schule allerdings einen deutlichen Mehrbedarf. Man benötige weitere 500 Quadratmeter, und die sollte man am besten gleich mit bauen, sagte Rektor Kai Aagardt.

Dabei handelt es sich um 270 Quadratmeter für vier Büros, einen Prüfungsraum und ein Beratungszentrum mit bis zu vier Büros und einem Besprechungsraum sowie 240 qm für drei große oder vier kleine Klassenräume zum differenzierten Unterrichten. Begründet wird das vor allem mit den neuen Vorgaben der neuen Landesregierung. Berufliche Schulen erhalten danach zusätzliche Abteilungsleiter-Stellen, DaZ-Unterstützungskräfte und einen Schulpsychologen. Eine zweite Schulsozialarbeiter-Stelle gibt es bereits. Die Anmeldung eines Prüfungsraums habe man dagegen einfach vergessen, so Aagardt. Zwei hatte die Schule, einer war 2017 zu einem zweiten Lehrerzimmer umgebaut worden.

Die 270 qm ließen sich mit einer südlichen Verlängerung des geplanten Erweiterungsbaus realisieren, die 240 qm für differenzierten Unterricht mit einer Aufstockung. Diesen Bedarf sieht man in der Kreisverwaltung nicht unbedingt, empfiehlt aber dennoch die große Lösung, weil eine nachträgliche Aufstockung etwa 160 000 Euro extra kosten würde. Aus den so lange diskutierten 5,1 werden nun also fast 7,5 Millionen Euro. Das sind zumindest die Schätzzahlen, die für den Wirtschafts-, Planungs- und Bauausschuss vorliegen, der am Mittwoch, 22. August, ab 18 Uhr im WAS–Gebäude am Bahnhof (Raum F 22) tagt.

Deutlich mehr Geld wollen die Kreisberufsschulen in Ahrensburg und Bad Oldesloe auch für ihre IT. Im Schul-, Kultur- und Sportausschuss (29. August, 18 Uhr, F 22) beantragt jede Schule, ihr IT-Budget von 45 000 auf 200 000 Euro im Jahr anzuheben. Natürlich steigt mit besser Ausstattung auch der Instandhaltungsbedarf.

Statt aktuell knapp 175 000 Euro wollen die Schulen im Jahr 2021 fast 250 000 Euro haben. Zudem sollen die Mittel für den EDV-Support um jährlich 75 000 Euro je Schule erhöht werden – weil 2018 die Landesmittel dafür weggefallen sind.

Schon jetzt verfügen beide beruflichen Schulen über rund 900 Geräte. Den Etat für Erweiterungen möchte Ahrensburg von 18 000 auf 90 000 Euro erhöhen. Dafür will man Tablets für den Unterricht und für digitale Klassenverwaltung beschaffen, digitale Tafeln und „public displays“ für die Lehrerzimmer und eine Pausenhalle. Alle diese Dinge braucht die Oldesloer Schule natürlich ebenfalls, die allein für Kleinteile, Software und Verbrauchsmaterialien 50 000 Euro im Jahr angesetzt hat.

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