Heimpleite : Bergneustadt bejubelt in Siek die Zweitliga-Meisterschaft

Noch ungeschlagen: Das Sieker Doppel mit Yangsheng Wang (li.) und   Daniel Cords gewann zwar, am Ende aber triumphierte Gegner Bergneustadt – und sicherte sich die Meisterschaft.
Noch ungeschlagen: Das Sieker Doppel mit Yangsheng Wang (li.) und Daniel Cords gewann zwar, am Ende aber triumphierte Gegner Bergneustadt – und sicherte sich die Meisterschaft.

In der 2. Tischtennis-Bundesliga hat der SV Siek ein mögliches Unentschieden gegen den favorisierten TTC Schwalbe Bergneustadt verpasst. Mit 6:3 triumphierten die Gäste – und machten damit die Meisterschaft und den Bundesliga-Aufstieg vorzeitig perfekt.

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13. März 2014, 06:00 Uhr

Gegen den haushohen Titelfavoriten TTC Schwalbe Bergneustadt lieferte Stormarns Tischtennis-Zweitligist SV Siek ein couragiertes Heimspiel, verpasste am Ende dabei ein mögliches Remis. „Sogar ein Sensationssieg war möglich“, meinte SVS-Spartenleiter Stefan Zilz, nach der 3:6-Niederlage seines Teams. Durch den Auswärtssieg sicherten sich die Gäste aus Bergneustadt die vorzeitige Meisterschaft und den Aufstieg in die Bundesliga.

Wie schon im Auswärtsspiel in Brackwede vor Wochenfrist gingen die Sieker vor rund 100 Zuschauern nach den Doppeln mit 2:0 in Führung. Während der Sieg der noch immer ungeschlagenen Wang/Cords gegen Kushov/Broda (3:1) eingeplant war, zeigten Irfan Cekic und Richard Hoffmann eine Top-Leistung gegen die favorisierten Kojic/Duda. Nach spektakulären Ballwechseln siegten die Stormarner in fünf Sätzen und schockten so die Gäste.

Anschließend hatten sowohl Wang Yansheng als auch Deniz Aydin gute Möglichkeiten, ihre Partien für sich zu entscheiden. Aydin unterlag jedoch Frane Tomislav Kojic mit 1:3. Sieks Spielertrainer Wang ließ ebenfalls Siegchancen gegen Deutschlands Nachwuchshoffnung Benedikt Duda ungenutzt. Der Altmeister zeigte sich ungewohnt emotional. Ein Wutausbruch mit Schlägerwurf und anschließender Gelber Karte war die Folge – eine 2:3-Niederlage gegen den Youngster die Konsequenz.

Wie Aydin und Wang verspielte auch Daniel Cords mehrfach Führungen gegen Muhamed Kushov. Cords brachte das „Kunststück“ fertig, im ersten Satz ein 6:2, im zweiten ein 6:3 und nach gewonnenem dritten im vierten Durchgang ein 5:1 zu verspielen, sodass er sich mit 1:3 geschlagen geben musste. Am Nebentisch quälte sich Irfan Cekic zu einem mühevollen 3:2 über den Deutschen Meister von 1994, Vladislav Broda, so dass bei „Halbzeit“ immerhin ein 3:3 gegen den haushohen Favoriten zu Buche stand.

In seinem zweiten Einzel fand Wang gegen Frane Tomislav Kojic überhaupt nicht in die Partie und wurde vom aggressiv spielenden Kroaten mit 3:0 deutlich in die Schranken gewiesen. Deniz Aydin war gegen Benedikt Duda beim 1:3 ebenfalls ohne Siegchance. Beim Zwischenstand von 3:5 war dennoch eine Überraschung möglich. Irfan Cekic bekam es mit Muhamed Kushov zu tun. Und unter den Augen seines Bruders, dem Ex-Siekes Mulid, wurde der Ersatzmann zum „Matchwinner“ für die Gäste. Mit einem knappen 11:9 im fünften Durchgang machte er den 6:3-Auswärtserfolg und damit den Titelgewinn der Bergneustädter perfekt.

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