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Enttäuschung : Belohnung für beste Auswärtsleistung bleibt aus

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fußball-Regionalligist SV Eichede wartet nach 1:2-Pleite gegen Havelse seit zehn Partien auf einen Sieg. Trotz guter Leistung und Pausenführung fuhr der Aufsteiger mit leeren Händen nach Hause – entsprechend groß war die Enttäuschung.

Die Enttäuschung beim SV Eichede war groß. Die Stormarner bleiben nach der 1:2-Niederlage in Havelse zum Auftakt der Restrückrunde Tabellenvorletzter der Fußball-Regionalliga Nord und haben nun auch nur noch einen Punkt Vorsprung vor Schlusslicht Victoria Hamburg. Besonders bitter: So mancher Konkurrent „über dem Strich“ punktete im Gegensatz zu den Stormarner. Nach dem nunmehr zehnten Spiel ohne Sieg (zwei Remis, acht Niederlagen) muss am kommenden Sonntag gegen Cloppenburg dringend ein Sieg her.

In Havelse wäre allerdings auch schon mehr möglich gewesen. „Ein 1:1 wäre vielleicht gerecht gewesen“, erkannte auch TSV-Trainer Christian Benbennek an. Die Leistung des Aufsteigers stimmte zumindest lange Zeit – bis kurz vor der Pause war es vielleicht die beste Auswärtsleistung des SVE. Das sah Trainer Oliver Zapel ähnlich. „Das waren 42 richtig gute Minuten“, meinte er mit Blick auf die erste Hälfte. „Wir hätten durchaus auch mit 3:0 führen können.“ Dies stellten auch die Aktiven heraus. „Auf die Leistung der ersten Hälfte kann man auf jeden Fall aufbauen“, meinte Neuzugang Kemo Kranich. Torhüter Julian Barkmann, der mit einer guten Leistung („Ich bin dafür da, auch mal den einen oder anderen zu halten“) den Kampf im Tor vorerst gegen den bisherigen Stammkeeper Fabian Lucassen (fehlte in der Vorbereitung teilweise wegen einer Mittelohrentzündung) gewonnen hat, bescheinigte der Mannschaft sogar „eine sensationelle erste Hälfte“. Ein 2:0 oder 3:0 wäre auch seiner Meinung nach verdient gewesen. Das gelang nicht, obwohl der TSV „die erste Halbzeit verschlafen“ hatte, wie Benbennek feststellte.

Zapel benannte schon die letzten Minuten vor der Pause als Knackpunkt. „Da sind wir rückfällig geworden“, erklärte der SVE-Coach. „Das war schädlich.“ So wendete sich das Blatt. „Zwei komplett unterschiedliche Hälften“ hatte Zapel gesehen. „Leider haben wir es nicht geschafft, den Schwung aus den ersten 45 Minuten mitzunehmen“, sagte Mittelfeldspieler Simon Koops. „Wir haben es nicht geschafft, die Löcher zu stopfen.“

Und so quittierten die Stormarner dann gleich noch zwei Gegentreffer. „Das 1:1 kam quasi aus der kalten Hose“, ärgerte sich Zapel. „Ich weiß gar nicht, wie der reingegangen ist.“ Kemo Kranich ärgerte sich: „Wir sind dann nicht mehr ins Spiel gekommen.“

Dennoch war ein Punktgewinn beim in dieser Saison zwischenzeitlich kriselnden Vorjahresvizemeister möglich gewesen. „Das hatten wir nicht verdient“, fand Zapel, auch wenn er gestand, dass seine Mannschaft „keinen Zugriff mehr“ gefunden habe. „Das 1:2 in der Nachspielzeit war bitter. Es war ein interessantes Spiel. Aber wir fahren eben wieder ohne Punkte im Gepäck nach Hause.“

„Ein Scheißtor“, sagte Torhüter Barkmann über das 1:2. „Der Ball war so lange unterwegs. Absolut ärgerlich.“ Koops erkannte eine „Aneinanderreihung von Fehlern. Erst verhindern wir die Flanke nicht. Dann sind wir nicht eng genug am Mann. Und am Ende ist der Torschütze auch noch völlig frei.“ Kranich zog ein treffendes Fazit: „Einfach schade. Trotz einer guten Leistung haben wir keinen Punkt mitgenommen.“

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erstellt am 20.Feb.2014 | 08:00 Uhr

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