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Weihnachtsüberraschung : Beleuchtung - aber kein Markt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Es sieht gut aus für die Oldesloer Weihnachtsbeleuchtung. Der Kulinarische Weihnachtsmarkt wird hingegen nicht wieder stattfinden

Geschenkeinkauf und Glühwein in finsterer Innenstadt – diese Vision drohte Wirklichkeit zu werden, für den Fall, dass es der Stadtverwaltung nicht gelingt, Geld für die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung aufzutreiben. „Ich musste jetzt den Auftrag vergeben. Es geht los. Die Weihnachtsbeleuchtung kommt definitiv!“, gibt Bürgermeister Tassilo von Bary jetzt Entwarnung. Die Lösung des Finanzproblems: „Die Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute übernimmt einen Anteil. Die GOK tritt auch an weitere Kaufleute heran und sammelt Spenden. Die Stadt gibt den Rest dazu.“

Wie hoch die Summe der Kaufleute sein werde, stehe aber noch nicht fest. „Ich kann nur alle Kaufleute in der Innenstadt aufrufen, ihren Anteil zu spenden - auch die, die nicht in der GOK organisiert sind. Wer nichts gibt, gibt dann ein peinliches Bild ab. Das wäre schlechtes Marketing. Denn es geht hier ja um eine Belebung der Innenstadt und um die Kunden eben dieser Kaufleute“, betont der Oldesloer Bürgermeister. „Von einer erneuten offiziellen, öffentlichen Spendensammlung haben wir abgesehen. Es wird ja irgendwann auch peinlich, wenn das jedes Jahr wieder losgeht“, so von Bary.

Auch die GOK-Vorsitzende Susanne Relling-Peters sieht die Kaufleute in der Pflicht. „Die Beleuchtung ist vor allem ein positiver Effekt für die Geschäftsleute“, sagt die Wollywood-Inhaberin. „Ich möchte aber ausdrücklich betonen, dass damit alle GEschäfte gemeint sind, nicht nur GOK-Mitglieder“, so Relling-Peters. „Wir sind jetzt mit einem Schreiben, das mit der Stadt abgestimmt ist, an alle Kaufleute herangetreten. Ich habe den Eindruck, dass das durchaus positiv gesehen wird und hoffe, dass viele Spenden zusammenkommen“, zeigt sich Relling-Peters zuversichtlich. „Wenn es sich zeigt, dass doch nur sehr wenig Spendenbereitschaft besteht, müssen wir nochmal sehen, was man macht“, erklärt sie. „Ich wünsche mir, dass auch die Immobilienbesitzer in der Innenstadt ihren Anteil geben“, so die engagierte Kauffrau. Wären mehr Mitglieder in der GOK, hätte man gar keine Finanzierungsprobleme zu bewältigen, erläutert sie. „Natürlich können auch Bürger freiwillig dafür spenden. Aber erstmal sind die Kaufleute in der Pflicht“, betont Relling-Peters.

Während sich in Sachen Weihnachtsbeleuchtung ein Silberstreif am Horizont abzeichnet, ist die Idee eines innerstädtischen Weihnachtsmarkts erstmal wieder Geschichte. In den vergangenen drei Jahren hatte die Initiative „Bürger für Bürger“ einen „Kulinarischen Weihnachtsmarkt“ auf die Beine gestellt. „Diesen Kulinarischen Weihnachtsmarkt gibt es nicht wieder. Und es gibt keine Alternativen. Es wurde kein Antrag gestellt, es hat sich kein Organisator gemeldet. Und wir selbst haben als Stadt genug mit dem Adventsmarkt in der Stormarnhalle zu tun“, erläutert von Bary: „Dann wird es wohl wieder nur die eine Punsch- und eine Bratwurstburde - so ist das halt.“

„Wir bekommen keine Gastronomen zusammen. Und das nicht mal für ein gekürztes Programm. Nur drei Gastwirte wären dieses Mal dabei gewesen“, so Dieter Tabbert, der im vergangenen Jahr die Projektleitung für „Bürger für Bürger“ übernommen hatte. „Wir haben alles versucht. Wir haben die Akte für 2013 zu diesem Thema zugemacht. Das Konzept waren die kulinarischen Spezialitäten der Gastronomen. Wenn wir die aber nicht mit an Bord haben, macht es keinen Sinn“, so Tabbert.

Vielleicht sei durch sehr viele Adventsmärkte in der Region Übersättigung an Veranstaltungen eingetreten. „Ein wenig mehr Unterstützung für unser Engagement hätten wir uns von manchen Gastronomen gewünscht. Aber die brauchen die Plattform wohl dieses Jahr nicht.“ Wie es mit „Bürger für Bürger“ weitergehe, wisse man nicht.

 

 

 

 

 

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erstellt am 30.Okt.2013 | 00:33 Uhr

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