Beimoorwald liefert Möbel- und Parkettholz

Förster Andreas Körber nimmt den Holzeinschlag in Augenschein.
Förster Andreas Körber nimmt den Holzeinschlag in Augenschein.

Es wird geschäftig im Beimoorwald. Die Försterei Lütjensee, die seit 1. Januar den Baumbestand bei Großhansdorf bewirtschaftet, will dort über das Jahr hinweg 6000 Festmeter Holz schlagen.

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08. Januar 2009, 10:27 Uhr

Großhansdorf | Los geht es nächste Woche im Bereich Hansdorfer Landstraße und "Bei den Rauhen Bergen". Anwohner müssen mit Sägelärm und Straßenbehinderungen rechnen. Den Hubwagen hat Lütjensees Chef-Förster Andreas Körber bereits für nächste Woche bestellt. "Manche Bäume hängen stark in Richtung einiger Privathäuser", so der Förster. "Die können wir nicht einfach fällen und mit dem Schlepper in den Wald ziehen." Da ist Maßarbeit gefragt. Abgesehen haben es Körber und sein Team auf Buchen, die als Möbel- und Parkettholz verkauft werden sollen.

"163 Jahre alt sind manche der Buchen", so Körber. Stolze Bäume, die nun aber auch gefällt werden müssten, weil sie sonst Gefahr liefen, krank und faul zu werden und dann auch an Wert verlieren.

Drei bis fünf Festmeter Holz für die Möbelindustrie werden aus einem Baum gewonnen. Für das Parkettholz sind dagegen kleinere Buchen gefragt, die etwa 0,5 Festmeter Holz das Stück liefern, so der 51-Jährige.

Durch die jüngste Umstrukturierungen der Forstwirtschaften im Land und der Gründung der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten wurde die Försterei Sattenfelde aufgelöst, die bis dahin für den Beimoorwald zuständig war. Nun gehört dieser zu Körbers Försterei, der jetzt 1790 Hektar bewirtschaftet und sogleich kräftig loslegt. Einen Kahlschlag brauchen die Anwohner aber nicht befürchten. "Wir werden nicht alle alten Buchen schlagen, und auch viele schlecht verwertbare Bäume, die sehr astig sind oder vielleicht auch schon tot, bleiben stehen", betont Körber - für die Umwelt, damit sich dort Käfer und Pilze entwickeln können. "Und natürlich soll auch der Charme des Waldes erhalten bleiben."

Die Forstarbeiten sind auch wichtig für die Verkehrssicherung: "Im Bereich der Rauhen Berge stehen ein paar Bäume direkt an der Straße, die sehen nicht gut aus", erläutert Körber. Die Bäume weisen sehr viele Trockenäste auf. Der Experte vermutet kranke Wurzeln. "Das weiß man mit Gewissheit natürlich erst, wenn der Baum gefällt ist, aber die Bäume stehen dort auch sehr eng", sagt Andreas Körber. Durch die Forstmaßnahmen erhalten die verbleibenden Bäume mehr Platz und Licht.

Durch die Arbeiten treten jedoch Behinderungen für Verkehrsteilnehmer auf. Für Montag und Dienstag, 19. und 20. Januar, hat Körber eine verkehrliche Anordnung für den Bereich "Bei den Rauhen Bergen". In dieser Zeit gilt dort Halteverbot. Auch muss der Förster das Gebiet wegen Unfallgefahr um den jeweils zu fällenden Baum sperren - eine Baumlänge an Straßen, zwei Längen, wenn im Wald gefällt wird.

Auf der Hansdorfer Landstraße wird eine Wanderbaustelle den Verkehr von Mittwoch bis Freitag, 21. bis 23. Januar, behindern. Die Fahrbahn wird dann streckenweise nur in eine Richtung befahrbar sein.

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