Behörden zerschlagen Kartoffel-Kartell

shz.de von
13. Mai 2013, 10:02 Uhr

Bonn | Offenbar hat ein Kartoffel-Kartell in Deutschland über Jahre hinweg die Preise künstlich hoch gehalten. Brancheninsider schätzen, dass das mutmaßliche Kartell seit zehn Jahren einen Gewinn in dreistelliger Millionenhöhe gemacht hat. Auch Zwiebelpreise sollen von der Kungelei betroffen gewesen sein. Diesem Verdacht ist das Bundeskartellamt mit einer Durchsuchungsaktion nachgegangen. Eines der neun betroffenen Unternehmen kündigte in Mönchengladbach für die kommenden Tage eine Stellungnahme an. Ein Verband kleiner und mittlerer Bauern begrüßte die Ermittlungen. Nicht nur Verbraucher, auch viele Landwirte seien durch Absprachen großer Kartoffelhandels-Betriebe möglicherweise massiv geschädigt und betrogen worden, so der niedersächsische Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Ottmar Ilchmann.

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