Ahrensburg : Begleitung bis zum Lebensende

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Zusammenarbeit zum Wohle von Menschen mit geistiger Behinderung.

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10. Oktober 2018, 13:49 Uhr

Diese Menschen gehen in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen oft unter: Personen mit geistiger Behinderung. Der Hospizverein Ahrensburg nimmt sie in den Blick. So entstand im vergangenen Jahr mit Hilfe der NDR-Benefiz-Aktion „Hand in Hand für Norddeutschland 2016“ eine Kooperation der Wohneinrichtung stormarner wege „Haus Gartenholz“, Wohnhaus Ahrensburg der Alsterdorf-Assistenz Ost und dem Haus Apfelstern der Hermann Jülich Werkgemeinschaft in Hamfelde. Ziel der Kooperation ist es, den Bewohnern ein Leben bis zuletzt dort zu ermöglichen, wo sie schon viele Jahre zu Hause sind. Um eine qualitative Versorgung und Begleitung auch am Lebensende erreichen zu können, müssen die Mitarbeiter dort in der palliativen Versorgung ebenso ausgebildet werden wie die Hospizmitarbeiter in der Sterbe- und Trauerbegleitung von Menschen mit Behinderungen. Ein weiteres Ziel ist die Vernetzung unter den Häusern, damit sie sich gegenseitig fachlich unterstützen und Ressourcen optimal nutzen können.

Die ersten Schritte sind getan: Mehr als 40 Mitarbeiter aus den drei Häusern und vom Hospizverein Ahrensburg haben erstes Wissen, spezielle Fertigkeiten und die notwendige Haltung zur palliativen Begleitung erhalten, das speziell auf die Struktur und den Bedarf der Behindertenhilfe entwickelt wurde.

Mit Hilfe der Unterstützung des NDR kann nun nicht nur die Qualität, sondern auch die Nachhaltigkeit des Projektes gesichert werden. Somit werden bis zum Februar 2019 22 Personen ausgebildet, Bewohner, ihre Angehörigen, gesetzliche Betreuer und Kollegen in den einzelnen Wohnformen zu unterstützen, zu beraten und durch eine vorausschauende Planung eine ungewollte Krankenhauseinweisung zu vermeiden. Ebenso werden sie eine koordinierende Rolle bei der internen und externen Netzwerkarbeit einnehmen.

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