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Städtepartnerschaften : Begegnungen von Mensch zu Mensch

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Der Europaverein Bargteheide hat einen neuen Vorstand und ganz enge Verbindungen nach Déville und Zmigrod

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2013 | 09:00 Uhr

Bargteheide | Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Heißt umgemünzt auf den Europaverein Bargteheide: Lieber zwei Verschwisterungen "aktiv leben" als eine dritte Städtepartnerschaft, die nur nebenbei laufen würde und mehr 5. Rad am Wagen wäre.

Es gebe zwar Anfragen von weiteren Städten aus anderen Ländern zwecks Städtepartnerschaft, sagt Vorsitzender Andreas Bäuerle. Doch eine weitere grenzenlose Verbindung würde den Rahmen sprengen. Denn schließlich gehen um die 80 Prozent der 100 Vereinsmitglieder einem Beruf nach und wickeln alle Aktivitäten komplett ehrenamtlich ab.

Weniger ist also mehr. Für Bargteheide auf jeden Fall. Die engen Verzweigungen zwischen der "Stadt der Linden" und Déville-lès-Rouen in Frankreich sowie Zmigrod in Polen sprechen Bände. Von Abnutzung keine Spur. Und jährlich kämen weitere Aktivitäten hinzu, merkt Bürgermeister Henning Görtz an. Beispielsweise wird zum ersten Mal in diesem Jahr - vom 21. bis 26. Oktober - eine Gruppe von Berufsschülern aus Zmigrod ein "Praktikum" in Bargteheide absolvieren. Die angehenden Landschaftsgärtner lernen dann Ausbildungsbetriebe und Arbeitsprozesse kennen.

Ebenso wird "Stormarns lebendige Stadt" vom 21. bis 23. Juni zirka 35 polnische Senioren begrüßen und das Wochenende gemeinsam verbringen - mit Hamburg-Besuch, einem Abend im ev. Martin-Luther-Haus und Gottesdienst in der kath. Kirche. "Eine besondere Begegnung", so Bäuerle. "Viele sind dabei, die den Krieg erlebt haben. Das schwingt manchmal durch", erklärt Görtz. Gleichwohl hätten sich die wechselseitigen Treffen "toll entwickelt". Ähnlich verhält es sich bei den Schüler-Projekten. Der Austausch der jungen Leute habe sich sehr positiv und verstärkt entwickelt. Die Nachfrage übersteige sogar das Angebot, betont Bäuerle. Teils reichten die Plätze im Bus gar nicht aus. Im März weilten Dietrich-Bonhoeffer-Schüler eine Woche in Déville. Und Mitte Juni fährt die Band "No Cliché" als musikalische Abordnung zu den Drachentagen nach Zmigrod.

Zwei Wochen vorher sind - wie berichtet - der 40-köpfige Déviller Spielmannszug und die polnische Popgruppe "Randers" Gäste beim Stadtfest in Bargteheide. Daneben gibt es im Laufe des Jahres weitere gegenseitige Zusammenkünfte. Dabei stehen die "Begegnungen von Mensch zu Mensch - hier wie da", so Bäuerle, im Mittelpunkt. "Es soll das Miteinander in Europa gefördert werden." Bargteheide leistet dazu seit Jahren einen guten Beitrag.

Die Verschwisterung mit Deville besteht seit 1969 (ca. 14 000 Einwohner), die Städtepartnerschaft mit Zmigrod (ca. 15 000 Einwohner) seit 2001. Den Europaverein gibt es seit 1999. Er hat um die 100 Mitglieder.

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