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Stormarner Tageblatt

13. Dezember 2017 | 18:36 Uhr

Oststeinbek : „Beamte bleiben im Revier“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Unterschriftensammlung gegen die Schließung der Polizeistation wird an der Neustrukturierung wohl nichts ändern.

Mehr als jeder zehnte wahlberechtigte Oststeinbeker möchte die Polizei im Ort behalten. Die Listen mit 800 Unterschriften übergaben Bürgermeister Jürgen Hettwer und Britta Semic von der Initiative Sicherheit für Oststeinbek gestern an Michael Wilksen und Holger Meincke, Leiter der Polizeidirektion in Ratzeburg. Die Station mit drei Beamten soll Ende Juni geschlossen, die Aufgaben von der Zentralstation Glinde erledigt werden.

„In der Gemeindevertretung haben wir den Wunsch nach Erhalt am Montag noch bekräftigt“, sagte Hettwer. In der Resolution wird auch auf die Flüchtlingssituation hingewiesen, durch die die Polizei besonders gefordert sei: „Wir werden auch den Innenminister kontaktieren.“ „Die Bedenken kann ich nachvollziehen“, sagte Michael Wilksen, „der Prozess zur Auflösung kleinerer Stationen läuft aber schon viele Jahre.“ Nach den Richtlinien des Ministeriums soll die Entfernung zur nächsten rund um die Uhr besetzten Dienststelle im Hamburger Rand nicht mehr als zehn Kilometer betragen. „Sie haben hier zwei Stationen, Glinde und Reinbek“, sagte Meincke.

Insgesamt sollen in Stormarn vier Stationen geschlossen. Neben Oststeinbek auch Ammersbek, Bargfeld-Stegen und Mollhagen. Großhansdorf stand zunächst auch auf der Streichliste, soll nun aber abgespeckt erhalten bleiben. „Wir freuen uns, dass die Wache bleibt“, sagt Bürgermeister Janhinnerk Voß, „dass der Einsatzdienst von Ahrensburg übernommen wird, ist sogar eine Verbesserung.“

Britta Semic wies auf die Sonderkommission zur Bekämpfung von Einbrüchen hin: „Die Zahlen steigen, die Leute haben Angst.“ Über die nahe Autobahn könnten Einbrecher blitzschnell zuschlagen und wieder verschwinden. Dass die Schließungen Sparmaßnahmen seien, ließ Wilksen nicht gelten: „Es werden keine Planstellen abgebaut, die Beamten bleiben im Revier.“ Jeden Tag seien sogar fünf zusätzliche Streifenwagen unterwegs. In Glinde und Großhansdorf würden die Kräfte konzentriert. Die Polizei plane Neueinstellungen.

Hettwer fürchtet um die Ortskenntnis der Beamten. Das werde sich einspielen, erwartet Wilksen. Die Wache in Glinde sei nur drei Kilometer entfernt, und „Sie werden feste Ansprechpartner haben. Und bei Gefahr für Leib und Leben soll ein Streifenwagen immer innerhalb von zehn Minuten am Einsatzort sein.“

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