Baustelle Stadtmarketing

Im Ahrensburger Hauptausschuss gab es deftige Kritik am Vorgehen des Bürgermeisters

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15. Mai 2018, 16:03 Uhr

Ungewohnt scharfe Töne gab es am Montagabend im Ahrensburger Hauptausschuss – und das gleich mehrfach: Bei der Vorbereitung der Stadtverordnetenversammlung am 28. Mai, (19.30 Uhr, Reithalle) monierte Bürgervorsteher Roland Wilde (CDU) eine zu große Zahl der von der Verwaltung vorgesehenen Tagesordnungspunkte (29). „Das wird Mitternacht“, prognostizierte Wilde, der gern einige Punkte verschoben hätte: „Es wäre falsch, wenn die Länge bleiben würde.“

Bürgermeister Michael Sarach (SPD) sah das anders. Man überlege „sehr sorgfältig, welche Themen behandelt werden müssen.“ Heftige Kritik musste sich der der Verwaltungschef beim Stadtmarketing anhören. Mit seinem Antrag, das Thema Stadtmarketing im nichtöffentlichen Teil zu behandeln, war Sarach gescheitert.

Er habe viel zu lange nichts getan, war ein Punkt, den ihm Hinrich Schmick (WAB) in einem Schreiben vorwarf. „Erklären Sie das Stadtmarketing zur Chefsache oder benennen Sie einen geeigneten Kandidaten, der das für Sie übernimmt“, fordert er darin, Auch CDU-Fraktionschef Detlef Levenhagen warf der Verwaltung vor, das Thema verschleppt zu haben, „Das Verfahren hätte auch ohne Frau Andres fortgeführt werden können.“

Sichtlich angespannt reagierte der Bürgermeisters, schmallippig: „Ich überlege, ob ich antworten möchte. Es gibt keine Veränderung der Situation.“ Die stellt sich so dar, dass die Leiterin des Stadtmarketings nach wie vor krankgeschrieben ist. Jochen Proske (SPD) warf der Verwaltung „Hilflosigkeit“ vor: „Seit Oktober 2005 haben wir uns einmal mit diesem Thema beschäftigt.

Wenn es, wie in diesem Fall, alle zwei oder drei Wochen eine neue Krankmeldung gebe und niemand vorhersagen könne, ob die betreffende Person wiederkommt oder erneut krank geschrieben wird, „dann kann man nicht planen“, versuchte Sarach, die Problematik zu verdeutlich.

Am morgigen Donnerstag tagt die Lenkungsgruppe, dann werden die von der Beratungs- und Managementgesellschaft Cima geplanten Projekte besprochen. Die Cima hat die Arbeit des Stadtmarketings übernommen, wird ihre Arbeit allerdings vertragsgemäß jetzt beenden.

Grundsätzlich stimmte der Hauptausschuss einem Neubau am Rathaus zu, brachte aber noch eine weitere Variante ins Spiel: Neben einem Erweiterungsbau oder einer Anmietung soll als weitere Option auch der Ankauf eines Bürogebäudes geprüft werden.

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