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Stormarner Tageblatt

18. Oktober 2017 | 22:51 Uhr

Bauland ist deutlich teurer geworden

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

  Bauland ist ein teures Gut –     wie unsere Stormarner       Bestandsaufnahme     nach neuesten Zahlen des       Gutachterausschusses        zeigt. Die Preissprünge sind gewaltig. Bargteheide etwa – wo gerade in der Innenstadt ein großes Wohnhaus hochgezogen wird (siehe Foto) – bewegt sich da noch im Mittelfeld.

von
erstellt am 17.Feb.2017 | 14:22 Uhr

Schwere Zeiten für alle, die in Stormarn auf der Suche nach Bauland sind: In den letzten zwei Jahren gab es deutliche Preissprünge, in einigen Gemeinden um 25 Prozent. Die höchsten Preise werden mit bis zu 350 Euro in Südstormarn, speziell im unmittelbaren Hamburger Randgebiet erzielt. Noch teurer ist es mit 370 Euro nur in der Waldgemeinde Großhansdorf.

Grosse Nachfrage

Eine Trendwende ist nicht absehbar. Die Nachfrage nach Immobilien und Bauland ist sehr groß, das Angebot jedoch bescheiden. Seit mehr 50 Jahren ermittelt der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Stormarn die Durchschnittspreise auf der Grundlage tat-sächlicher Verkäufe.

Das Gremium unter Vorsitz von Fachdienstleiter Stefan Leutelt aus der Kreisverwaltung hat die Daten zum Stichtag 31. Dezember 2016 auf der Grundlage von etwa 3350 Kaufverträge n aus den Jahren 2015 und 2016 ermittelt. Verglichen mit den beiden Jahren davor wurden in Stormarn damit fast 30 weniger Immobilien verkauft. Die Durchschnittswerte beziehen sich auf Grundstücke mit den ortstypischen Eigenschaften.

Vor allem die Preise für Einfamilienhausgrundstücke gingen nach oben. In den Städten, größeren Gemeinden und im Hamburger Rand ging es in zwei Jahren um 10 bis 25 Prozent nach oben. Um 20 Prozent und mehr verteuerte sich Bauland in Hoisdorf (26,3), Barsbüttel (23,9), Meddewade (23,8 Prozent), Großhansdorf (23,3) und Grabau (20 Prozent). Sinkende Preise gab es nirgendwo. Unter fünf Prozent blieb der Anstieg in Ahrensburg-Reesenbüttel (3,3), Grande (3,2) Lasbek (4,0), Barnitz (4,8 Prozent).

Kostspieliges Pflaster

Entscheidend sind natürlich die tatsächlich bezahlten Quadratmeterpreise. Nach Großhansdorf sind Ahrensburg-Hagen (325) und -Reesenbüttel (310) sowie Reinbek am teuersten, wo in der Stadt 280 bis 350 Euro gezahlt werden. Zu den teuren Pflasten gehören mit 280 und 290 Euro auch Oststeinbek und Glinde. In Bargteheide sind es 265 Euro, in Bad Oldesloe 190 bis 225. Selbst auf den Dörfern werden mittlerweile weit über 200 Euro gezahlt: Hoisdorf (240), Neuschönnigstedt (bis 240), Siek (220) und Tangstedt (230 bis 260) sowie Stapelfeld (225) und Braak (220).

Günstiger Boden

Am vergleichsweise günstigsten ist Bauland mit 110 Euro in Barnitz, Klein Wesenberg, Pölitz und Schlamersdorf (110). Etwas darüber liegen Grabau und Rausdorf mit 120 Euros sowie Lasbek und Mollhagen mit 130. In Reinfeld sind es 185, in Hamberge bis zu 175 Euro. Bei Mehrfamilienhaus-Grundstücken ging es zwar auch nach oben, aber nicht so stark. Zwischen 4,4 und 9,8 Prozent stiegen die Quadratmeterpreise und liegen nun im gesamten Kreisgebiet auf vergleichbarem Niveau: Zwischen 225 und 250 Euro in Ahrensburg.

Preise schwanken

Bei Gewerbegrundstücken liegen die Preise wesentlich weiter auseinander und sie haben sich auch sehr unterschiedlich entwickelt. Am teuersten sind Gewerbeflächen in Ammersbek-Lottbek mit 125 Euro. Dicht danach folgen die Gewerbegebiete im Südkreis und an der A  1 mit bis zu 120 Euro. In Bargteheide sind es nur noch 75, in Bad Oldesloe und Reinfeld schwanken die Preise zwischen 45 und 70 Euro. Allerdings war der Anstieg in Bad Oldesloe mit 14,6 Prozent am größten. Um rund zehn Prozent gingen die Preise auch in Stapelfeld/Braak, Reinbek, Oststeinbek und Reinfeld nach oben. Gleich blieben sie mit 110 Euro nur in Glinde.

Eine gegenteilige Entwicklung gab es bei Wohn- und Geschäftshausgrundstücken in den Innenstädten. Am teuersten ist es mit 805 je Quadratmeter weiterhin am Rondeel in Ahrensburg. Dahinter verbirgt sich allerdings ein Preisrückgang von acht Prozent. Auch in der Rathausstraße in Bargteheide und in der Oldesloer Fußgängerzone gingen die Preise um fünf bzw. 4,2 Prozent zurück und liegen jetzt bei 475 bzw. 455 Euro. Gleich blieb der Quadratmeterpreis in der Trittauer Poststraße mit 275 und in der Reinbeker Bahnhofstraße mit 250 Euro.

Leichter Anstieg

Bei landwirtschaftlichen Flächen, die in den vergangenen Jahren einen deutlichen Preisanstieg erlebt hatten, scheint das Ende der Fahnenstange ebenfalls erreicht. In der Umgebung von Ahrensburg und Reinbek werden zwar 3,80 Euro je m² gezahlt, das sind aber etwas weniger als vor zwei Jahren. In den Bereichen Trittau und Bargteheide stiegen die Preise um 4,3 bis 5,7 Prozent auf bis zu 3,70 Euro. In Nordstormarn wird mit 3,25 Euro weniger gezahlt, und dort ging es auch nur leicht, um 1,6 Prozent nach oben.

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