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Stormarner Tageblatt

14. Dezember 2017 | 11:15 Uhr

Gemeinsames Projekt : Bauhof unter Dach und Fach

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Vertrag ist ratifiziert: Mit dem Rohbau für den neuen, gemeinsamen Bauhof soll im November begonnen werden. Die Kosten belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro.

Nun ist es amtlich: Der gemeinsame Bauhof von Trittau und Lütjensee an der Carl-Zeiss-Straße im Gewerbegebiet wird gebaut.

Gestern unterschrieben Lütjensees Bürgermeister Ulrike Stentzler und Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch den Vertrag. Der regelt unter anderem die künftige Zusammenarbeit. Genau wie die Baukosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro werden auch die zukünftigen Betriebskosten im Verhältnis 70 (Trittau) zu 30 (Lütjensee) aufgeteilt. Dabei bleiben die Mitarbeiter, vier aus Lütjensee und drei aus Trittau, bei ihrer Gemeinde angestellt, werden aber wechselseitig nach ihren besonderen Kompetenzen eingesetzt. Für Mensch und Maschine kommt ein Verrechnungssatz zum Einsatz. „Insofern können wir auch an andere Gemeinden ausleihen“, sagt der Vorsitzende des Bauausschusses, Jens Hoffmann, der die Idee eines gemeinsamen Bauhofs schon seit Jahren verfolgt.

Ein neuer Arbeitsplatz wird entstehen, wenn für den neuen Bauhof ein Betriebsleiter eingestellt wird. Der soll alle Arbeiten koordinieren, was bisher bei Bürgermeisterin Stentzler und der Amtsverwaltung lag. „Dann wollen wir auch die Grünpflege wieder selbst übernehmen. Das ist demnächst Thema im Bauausschuss“, so Mesch. Zurzeit wird das an Fremdfirmen vergeben.

Zeitersparnis verspricht sich Stentzler auch durch die neuen Lagermöglichkeiten im Neubau: „Im Moment haben wir keinen Platz, die Mitarbeiter müssen oft zu den Baumärkten fahren, das kostet viel Zeit.“ Sie freut sich zudem, dass durch die Kooperation einiges angeschafft wird, was man sich alleine nicht hätte leisten können, wie beispielsweise die Fahrzeugwaschanlage. Oder der in Trittau vorhandene Wegehobel, der bei Schlaglöchern eingesetzt wird.

Seit 2009 wird am gemeinsamen Bauhof geplant. „Seit bekannt ist, das unser vorhandener Standort an der Feuerwerkerei nicht erweitert werden kann“, berichtet Hoffmann. Im Gespräch war auch die Ansiedlung am Lehmbeksweg, was aber wegen des Grüngürtels nicht möglich war. Seinerzeit überlegte auch Grönwohld noch, mit in die Kooperation einzusteigen. „Es können weitere Gemeinden dazukommen. Die Halle ist in Modulbauweise erstellt, kann jederzeit erweitert werden. Das Gelände ist über 6000 Quadratmeter groß und noch nicht ausgenutzt“, so Mesch und Hoffmann. Die Salzhalle steht allerdings schon, hat 260  000 Euro gekostet. „Sie ist praktischer als die vorherige, die dem Kindergartenneubau weichen musste, denn man kann hineinfahren. So spart man sich die Zeit, das vor der Halle abgekippte Salzsandgemisch umzulagern und es liegt geschützter“, erklärt Hoffmann. Im Gespräch war auch Dwerkaten, das lag aber nicht zentral genug.

Der Bauhof wird 330 m² groß, ist ein Zweckbau mit Fahrzeughalle, Waschanlage, Pausen- und Sanitärräumen, jetzt auch für weibliche Mitarbeiter. Aus Kostengründen wurde auch eine Kalthalle geplant, das spart Heizkosten. Derzeit wird der Boden für die Fundamente vorbereitet. Mit dem Rohbau soll Anfang November begonnen werden.




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