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Stormarner Tageblatt

18. August 2017 | 09:22 Uhr

Kreis Stormarn : Bau- und Ackerland teurer

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Preise für Baugrundstücke sind bis zu einem Drittel gestiegen, Ackerland in Nordstormarn um 45 Prozent.

Bauland und Ackerflächen sind in Stormarn deutlich teurer geworden. Alle zwei Jahre wertet der Gutachterausschuss des Kreises Kaufverträge aus. In diesem kurzen Zeitraum stiegen die Preise für Grundstücke zwischen fünf und 25 Prozent. Regelrecht in die Höhe geschossen sind die Preise für Ackerland in Nordstormarn. Mit 32  000 Euro je Hektar sind landwirtschaftliche Flächen dort in nur zwei Jahren über 45 Prozent teurer geworden.

2011 hatte der Gutachterausschuss des Kreises erstmals Richtwerte für landwirtschaftliche Flächen ermittelt. Bis dahin hatte es nur allgemeine Durchschnittswerte gegeben. Zwischen 1,80 und 2,80 Euro lag der Quadratmeter Ackerland 2011, es war aber erst der Anfang vom Anstieg. In der Mitte Stormarns kostet der Quadratmeter jetzt 3,50 Euro, ein Plus von 16,6 Prozent. Am teuersten ist es mit vier Euro weiter im Süden des Kreises, auch wenn der Anstieg mit 5,3 Prozent moderat war.

Steigende Preise für Ackerland seien ein allgemeiner Trend, sagt Stefan Leutelt, Vorsitzender des Gutachterausschusses. „Wir erleben nicht nur die Flucht aus Kapital- in Sachwerte, es gibt einen Wettbewerb von vielen Seiten um die Flächen“, sagt Peter Koll, Geschäftsführer des Kreisbauernverbands. Der Norden sei auch begehrter, weil sich Bauern, die Land für Gewerbegebiete verkauften, Fläche in Nordstormarn sicherten. Und Ackerland werde generell knapper, weil Ausgleichsflächen für Bauprojekte zu Lasten von Grünland gehen.

Bei Grundstücken für Einzel- und Doppelhäuser gab es sowohl Preisstabilität (Meddewade, Mollhagen, Hammoor, Witzhave) als auch eklatante Sprünge: 36 Prozent mehr kosteten neue Grundstücke in Jersbek, wobei 150 Euro/qm noch vergleichsweise moderat sind. Ähnlich oder noch günstiger ist es nur in Mollhagen, Zarpen, Klein Wesenberg (110), Meddewade, Barnitz (105), Grabau (100), Pölitz und Travenbrück-Schlamersdorf.

Allgemein gilt: Im Süden und in Städten wird mehr bezahlt als in Dörfern und dem Norden des Kreises. Und die Preissteigerung ist in hochpreisigen Gebieten eher stärker ausgeprägt als in günstigeren. Am teuersten sind Grundstücke mit 300 Euro/qm in Großhansdorf und Reesenbüttel (Ahrensburg) und Reinbek-Stadt. Im Waldgut-Hagen müssen Käufer 280 Euro/qm auf den Tisch blättern. Die Preise sind munter weiter gestiegen, zwischen 13 und 26 Prozent.

Deutlich über 200 Euro liegen auch Bargteheide, Barsbüttel, Glinde, Oststeinbek und Tangstedt-Rade. Um die 200 Euro kostet der Quadratmeter in Braak, Bad Oldesloe, Delingsdorf, Hoisdorf, Siek und Stapelfeld. Etwas günstiger sind mit 180 Euro Trittau, Elmenhorst und Tremsbüttel, wo die die Preise um 20 Prozent stiegen. In Badendorf, Hamberge und Zarpen ging es zwar stärker rauf, dort ist Bauland mit 120 bis 155 Euro aber günstiger.

 

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erstellt am 24.Feb.2015 | 06:00 Uhr

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