zur Navigation springen

Ahrensburg : Basler brummt und möchte An der Strusbek erweitern

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Mehr Mitarbeiter, mehr Umsatz / Zusätzlicher Gebäudekomplex geplant.

von
erstellt am 25.Jan.2016 | 06:00 Uhr

Die Basler AG ist in den vergangenen Jahren so stark gewachsen, dass das Gebäude An der Strusbek bald nicht mehr ausreicht. „Wir haben in den vergangenen Jahren immer 40 bis 50 neue Mitarbeiter eingestellt“, sagt die Chefin der Personalabteilung, Anja Sievers-Sack. In Planung ist ein zusätzlicher Gebäudekomplex in der Kurve nordwestlich des Firmensitzes.

Von der Krise 2009, als Basler Kurzarbeit und Teilzeit einführte, der Umsatz auf 25 Millionen Euro und die Zahl der Mitarbeiter auf 270 sank, ist man weit entfernt. 2013 waren es bereits wieder 320 Vollzeitstellen, mittlerweile sind es 470 Mitarbeiter in Ahrensburg. 2014 kletterte der Umsatz um 22 Prozent auf 79,2 Millionen Euro, in diesem Jahr sollen es gut 85 Millionen Euro sein, im nächsten möchte man die 100 Millionen knacken. Man wolle jedes Jahr um 15 Prozent zulegen und der weltweit größte Anbieter von Industriekameras werden, hatte Vorstandsvorsitzender Dietmar Ley als Ziel ausgegeben.

Ursprünglich entwickelte das in den 1990er Jahren von Norbert Basler gegründete Unternehmen Prüfsysteme für Qualitätskontrollen bei der Produktion Gummirungen, CDs, Solaranlagen oder Flachbildschirmen. Die Basler AG stieg zu einem der Börsenstars am Neuen Markt auf und baute in Ahrensburg groß aus. Auf den Höhenflug folgte aber alsbald der drastische Kurssturz.

Basler benötige gerade mal die Hälfte des Gebäudekomplexes, der Rest wurde vermietet. Mit den Inspektionssystemen war kein Geld mehr zu verdienen, der Umsatz bei Prüfsystemen für Solarpanels und LCD-Systeme brach ein. Mitte der 1990er Jahre hatte man bei Basler begonnen, eigene Kameras zu entwickeln, weil man mit der Qualität der Geräte auf dem Markt nicht zufrieden war.

1998 wurde es ein eigener Geschäftsbereich. „Seitdem, gab es jährliche Wachstumsraten im zweistelligen Bereich“, so Vorstandsmitglied Hardy Mehl. 2008 wurden die Kamreas zum Hauptprodukt, mittlerweile stellt Basler fast nur noch Kameras für Anwendungen in Industrie, Medizin und Verkehr her. Zu den Kunden gehören Konzerne aus der Auto-, Pharma-, Lebensmittel- oder Halbleiterindustrie. Automatisierte Bildverarbeitung wird in der Industrie vermehrt für Produktprüfung und Steuerung eingesetzt, in der Medizin für Diagnosen, im Straßenverkehr für Überwachung und Lenkung. Die Abläufe würden zunehmend automatisiert. Dafür müssten Computer das Sehen lernen, sagt Dr. Dietmar Ley, der seit 1993 bei Basler ist und 2000 Norbert Basler als Vorstandschef ablöste. Basler begleitet die Firma aber weiterhin als Mehrheitsaktionär und Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Den Großteil seines Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen mit je rund 40 Prozent in Asien und Europa. Neben dem Hauptsitz in Ahrensburg ist Basler in den USA, Singapur, Taiwan und Korea vertreten. Um teure Ausfuhrzölle zu vermeiden, wurde 2013 ein Produktionswerk in Singapur eröffnet, der Großteil der Kameras wird aber weiter An der Strusbek gefertigt.

Bei der angestrebten wirtschaftlichen Entwicklung wird das vorhandene Gebäude im Jahre 2018 voll belegt sein. Der geplante Neubau ist zwar ebenfalls ein großer Komplex, man wolle aber nicht wie in den 1990er Jahren gleich ganz groß, sondern sukzessive nach Bedarf bauen, beschreibt Hardy Mehl die Pläne.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen