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Selbstbewusst : Barkmann glaubt an Außenseiterchance des SVE

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Julian Barkmann, Keeper des SV Eichede, hofft gegen Regionalliga-Tabellenführer VfL Wolfsburg II am Sonntag auf eine Überraschung. Die seit elf Partien sieglosen Stormarner können befreit aufspielen, weil der größere Druck auf den Niedersachsen lastet.

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2014 | 08:00 Uhr

2014 ist bis jetzt noch nicht das Jahr des SV Eichede. Nach der Negativserie von neun sieglosen Partien und dem Überwintern auf einem Abstiegsrang, konnten die Stormarner auch in den beiden bisherigen Begegnungen des neuen Jahres noch nicht den ersehnten Dreier einfahren – trotz ansprechender Leistungen. So dümpeln die Stormarner mit aktuell zwei Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz (Hamburger SV II) weiter im Tabellenkeller der Fußball-Regionalliga Nord herum.

Die Formkurve zeigte zuletzt allerdings nach oben. In Havelse zelebrierte der Aufsteiger 42 Minuten lang sehenswerten Fußball, gab aber im zweiten Abschnitt noch einen 1:0-Vorsprung aus der Hand und musste sich letztlich mit 1:2 geschlagen geben. Am vergangenen Sonntag gegen Cloppenburg lief es ähnlich. Auch dort brachten die Stormarner eine Führung nicht über die Zeit. Flodyn Baloki hatte sich allerdings eine Ampelkarte eingehandelt, so dass der Aufsteiger mehr als 30 Minuten lang in Unterzahl spielen musste. Doch das 1:1 vor heimischer Kulisse lässt auch darauf hoffen, dass der Knoten bald platzt. „Wir waren zuletzt sehr nahe dran, leider hat uns das Quäntchen Glück gefehlt“, glaubt Julian Barkmann daran, dass der Negativlauf bald gestoppt wird. Am besten schon am Sonntag (14 Uhr) beim nächsten Auswärtsauftritt in Wolfsburg. Laut des SVE-Keepers ist die Reserve des niedersächsischen Bundesligisten so ziemlich der dankbarste Kontrahent, den es zurzeit in der 4. Liga gibt. „Weil doch eigentlich niemand von uns ernsthaft erwartet, dass wir in Wolfsburg etwas reißen“, so der 21-jährige Auszubildende zum Speditionskaufmann, der trotz der Außenseiterrolle durchaus realistische Möglichkeiten sieht, beim Tabellenführer zu punkten. „Ich glaube, wir brauchen uns dort nicht zu verstecken, können befreit aufspielen. Der Druck lastet auf der VfL-Reserve. Die müssen gewinnen, weil Verfolger Goslar ihnen im Nacken sitzt, das könnte für uns ein Vorteil sein“, glaubt Barkmann.

Der Schlussmann, der im Sommer vom SH-Ligisten SV Todesfelde nach Eichede gewechselt war, hofft, dass auch er seine guten Leistungen bestätigen kann. Nach der Winterpause gehörte gerade Barkmann zu den Beständigsten im Team und erkämpfte sich den erhofften Platz in der Startelf. Das Vertrauen zahlte er mit starken Leistungen zurück. Überbewerten will der 21-Jährige seine Auftritte zuletzt aber auch nicht, gibt sich eher bescheiden. „Eigentlich mache ich nur meinen Job und halte Bälle. Das ist schließlich meine Aufgabe.“

Der gebürtige Bad Oldesloer fühlt sich inzwischen angekommen in der Regionalliga, hat die „komische Vorrunde“, als er nur im Auftaktspiel beim ETSV Weiche (3:1) und gegen Havelse (1:4) zu Einsatzzeiten kam, abgehakt. „Ich spüre jetzt das Vertrauen, das ich brauche, um gute Leistungen abrufen zu können“, begründet Barkmann, der alles geben will, damit seine Elf ohne Gegentreffer – und mit dem ersten Sieg im neuen Jahr – aus Wolfsburg zurück kommen wird.
Anpfiff: 14 Uhr; Stadion Elsterweg in Wolfsburg.
Schiedsrichter: Patrick Schult (Osterbek) mit den Assistenten Markus von Glischinski und Martin Pfefferkorn.
Nicht dabei: Moritz Hinkelmann, Flodyn Baloki (beide gesperrt), Arnold Lechler (Leiste), Torge Maltzahn (Schulterverletzung), Fynn Berndt (Bänderriss und Kapseleinriss im Fuß), Kemo Kranich (Innenbandriss im Knie), sowie die Langzeitverletzten Dennis Wagner und Petrik Krajinovic.

Mögliche Aufstellung: Barkmann – Fischer, Jakob Rienhoff, Issahaku, Heidenreich – Koops, Jan-Ole Rienhoff – Kossowski, Alassani, Jawla – Huseni.


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