Bargteheider Windgegner lassen Infraschall messen

Auf Messtour: Gerhard Artinger von der BI.
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Auf Messtour: Gerhard Artinger von der BI.

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30. Juni 2014, 16:00 Uhr

Windräder erzeugen nicht nur Strom sondern auch „Musik besonderer Art“. Die tiefen Töne gehen leichter durch Wände als höhere Frequenzen. Große Windräder erzeugen tieffrequenten Schall, der im Umkreis von mehreren Kilometern noch messbar ist und möglicherweise zu gesundheitlichen Störungen führen könnte.

Die Bürgerinitiative Gegenwind-Bargteheide hat immer auf die angeblichen Gefahren des Infraschalls hingewiesen und die Berechnungen der Antragsteller angezweifelt.

Unterstützung erfahre man durch das Umweltbundesamt. Dort habe man festgestellt, dass mit wachsender Höhe der Windenergieanlagen die Rotoren „ein stärker variierendes Windprofil durchschneiden“. Es sei daher fraglich, ob das Abstrahlungs- und Ausbreitungsmodell für kleinere Windenergieanlagen auf große Anlagen übertragbar sei. Theoretische Modelle legten das nahe.

Durch eine Fachfirma ist jetzt in Bargteheide eine Basis-Schallmessung durchgeführt worden. Gerhard Artinger, ein Mitglied der BI, begleitete die Messungen, bei denen nicht nur die hörbaren, sondern auch die tiefen Frequenzen bis runter zu 0,1 Hz erfasst werden. „Sollten die Windräder gebaut werden, dann ist die BI jederzeit in der Lage, die Schallemission der Windräder mit dem jetzigen Zustand ohne Windräder zu vergleichen“, so Helga Dorer von der BI.

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