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Frühstück mit Bürgermeister : Bargteheider Senioren: „Wir sind eine tolle Truppe“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das hat schon Tradition: Alljährlich lädt der Seniorenbeirat den Bürgermeister zum Gespräch. Erst wird lecker gefrühstückt, dann geht es zur Sache. Die Senioren stellen Fragen zur aktuellen Stadtentwicklung, teilen mit wo sie Probleme sehen.

Kein seniorenfreundliches Wetter herrschte gestern Morgen. Trotz Eisregen kamen knapp 100 ältere Bargteheider zum schon traditionellen Seniorenfrühstück mit Bürgermeister Dr. Henning Görtz. Der Seniorenbeirat hatte im Stadthaus mit zehn Helfern für ein leckeres Frühstück gesorgt. Im Mittelpunkt standen aber die Stadtentwicklung und die Sorgen sowie Anregungen der Teilnehmer.

Große Unsicherheit herrscht noch über die neuen Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung zum Fahrradverkehr. „Warum wurde der schöne Radweg im Voßkuhlenweg aufgehoben?“, fragte ein Teilnehmer, „auf der Straße wird man von manchen Autofahrern gejagt wie ein Hase.“ Das sei der neuen Regelung geschuldet, so Görtz: „Die meisten Wege sind Angebotsradwege geworden, da gibt es keine Benutzungspflicht mehr.“ Dabei habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Radfahrer auf der Straße weniger gefährdet seien. Begründet werde das mit den Autofahrern, die unvorsichtig von ihren Grundstücken ausfahren. „Die Benutzungspflicht für Radwege gilt nur noch am Westring, der Bundesstraße 75 und an der Lohe ab der Bahnbrücke stadtauswärts.“ Die neue Regelung sei aber noch weitgehend unbekannt. „Ich habe auch schon gehört, dass Radfahrer auf der Rathausstraße deshalb von Autofahrern beschimpft wurden“, sagte Görtz.

Unsicher sei noch die Finanzierung der S-Bahn 4 durch den Bund. „Ich hoffe, dass das geplante Gleis von Ahrensburg bis Bargteheide nicht aus Kostengründen gestrichen wird“, so Görtz. Er setze sich dafür ein, dass Bargteheide nicht abgehängt wird: „Wir brauchen die S-Bahn oder eine Regionalbahn im Halbstundentakt.“

Ein Riesenproblem seien auch die fehlenden Parkplätze in Bahnhofsnähe. Das Dauerparken am Kreisel soll in Zukunft verboten werden, Ersatz für die dafür ausgewiesenen 50 Stellplätze werde auf der Ostseite der Bahn geschaffen.

Das Gebäude der ehemaligen Kneipe in der Lindenstraße soll abgerissen werden. Die Kirchengemeinde hat das Grundstück gekauft und möchte dort eine Krippe errichten. Ungewiss ist noch, was aus dem Hilfszentrum wird. Ein Teilnehmer regte an, dort weitere Sozialwohnungen zu bauen.

Reiner Ottersbach zog eine positive Bilanz über die Arbeit des Seniorenbeirats. „Wir hatten über 2000 Teilnehmer bei unseren Veranstaltungen im vergangenen Jahr“, so der Vorsitzende. Der Beirat erhalte viel Unterstützung durch Verwaltung und Politik. „Wir sind eine tolle Truppe, aber wir benötigen auch Nachwuchs.“ In zwei Jahren wird der Beirat neu gewählt, und einige Mitglieder wollen dann nicht mehr antreten.

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