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Stormarner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 20:04 Uhr

Bargteheider Freibad wird teurer

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stadtvertreter beschließen Gebührenanhebung bei Kinderbetreuung und Feuerwehr

Am Maisfeld kann ein Gebäude für Flüchtlinge gebaut werden, eine Baugenehmigung liegt jetzt vor. Das gab Bürgermeister Dr. Henning Görtz in der Sitzung der Stadtvertretung bekannt. Acht Wohnungen für bis zu 48 Personen können kurzfristig entstehen – Holzbauten. „Etwa die Hälfte der Flüchtlinge wohnt in städtischen Gebäuden, für die Übrigen konnten wir Wohnungen anmieten“, sagte Görtz. Für die nächsten Monate sei die Unterbringung gesichert.

Zurzeit sind 163 Flüchtlinge in der Stadt. Die bisher bereitgestellten Mittel für die Anmietung von Wohnraum sind inzwischen ausgeschöpft. Deshalb genehmigte die Stadtvertretung eine überplanmäßige Ausgabe von 50  000 Euro. Außerdem wurde eine halbe Stelle für die Betreuung der Flüchtlinge bewilligt.

Insgesamt sind 6,5 neue Stellen genehmigt. Zwei davon in der Ordnungs- und Sozialabteilung, die übrigen verstärken das Personal in der Ganztagsbetreuung und den Schulsekretariaten. Grund sind die gestiegenen Schülerzahlen. Tarifanpassungen eingerechnet steigen die Personalkosten der Stadtverwaltung damit um 5,45 Prozent auf 6,5 Millionen Euro.

Die Hundesteuer wird neu geregelt. Bestimmte Rassen dürfen nicht mehr pauschal als gefährlich eingestuft werden, sondern nur im Einzelfall verhaltensauffällig gewordene Tiere. „Die Ordnungsbehörde stuft Hunde als gefährlich ein, wenn sie durch Beißattacken oder das Hetzen von Tieren auffallen“, so die Leiterin Maike Franell. Einnahmeverluste gebe es deshalb kaum, so Henning Görtz.

Ohne Gegenstimmen wurde die neue Gebührensatzung der Freiwilligen Feuerwehr beschlossen. Die Alte war nach 21 Jahren nicht mehr gültig. Für Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen werden die Eigentümer zur Kasse gebeten. „Nicht betroffen davon sind Einsätze, die durch Rauchmelder ausgelöst werden“, betonte Norbert Muras (WfB). Die Gebühren für die Ganztagsbetreuung steigen derweil. Bis 14 Uhr werden statt 50 dann 60 Euro fällig, bis 16 Uhr steigt der Beitrag von 43 auf 52 Euro. Für Geschwisterkinder gibt es 25 Prozent Ermäßigung. Der Sozialbeitrag wird auf 70 Prozent ermäßigt. Das lehnten die beiden FDP-Vertreter ab.

Auch über die Erhöhung der Gebühren fürs Freibad gab es keinen Konsens. „Wir lehnen eine drastische Erhöhung um bis zu 25 Prozent ab“, so Anke Schlötel-Fuhlendorf (SPD). Die Saisonkarte für Erwachsene werde 108 Euro kosten. Sie befürchte einen Rückgang der Besucherzahlen, womit sich die Stadt ins eigene Fleisch schneide. Muras stimmte dem ebenfalls nicht zu: „Über 100 Euro für eine Saisonkarte sind zu viel.“ Ebenso argumentierte Gorch Hannis la Baume (FDP). Mit 18 gegen sechs Stimmen wurde die Erhöhung beschlossen. Die Einzelkarte für Erwachsene kostet zukünftig 4,20 Euro statt 3,70 Euro. Ab 2018 gilt eine weitere Gebührenerhöhung auf 4,50 Euro. Die Befürworter verweisen auf die 4,5 Millionen Euro, die für das Bad investiert wurden. „Damit gibt es eine deutliche Qualitätsverbesserung“, so Wiebke Garling-Witt (Grüne). Zudem gebe es viele Ermäßigungen.

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