zur Navigation springen

Bargfeld-Stegen kann weitere Schulden vermeiden

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zuerst die beste Nachricht: Bargfeld-Stegen muss 2016 keine neuen Schulden machen. Im Haushaltsentwurf waren bereits 400 000 Euro als Kreditaufnahme eingeplant. „Das konnten wir im Finanzausschuss auf null drücken“, freute sich Gemeindevertreter Jörg Niemeyer (CDU). Allerdings müsse die Gemeinde ihre Rücklagen plündern. So eine Vorlage fand natürlich Einstimmigkeit in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung. Unter dem Gesichtspunkt Flüchtlingskrise diskutierten die Gemeindevertreter die künftige Siedlungsentwicklung.

„Zurzeit sind 47 Flüchtlinge in Bargfeld-Stegen untergebracht, die Zahl wird bis Anfang kommenden Jahres auf 75 bis 80 ansteigen“, sagte Carsten Unger (FDP). Das seien dann 2,7 Prozent der Bevölkerung und damit liege die Gemeinde ziemlich weit vorn im Amt. Die weitere Unterbringung müsse dezentral erfolgen. „Wir wollen keine Zusammenballung, um Konflikte zu vermeiden“, so Unger. Sechs bis acht Wohneinheiten für eine gemischte Belegung sollen 2016 gebaut werden. Außerdem werden vier Mobilheime für eine befristete Unterbringung angeschafft, die im Gewerbegebiet aufgestellt werden.

Für den Wohnungsbau sollte das Amt eine Genossenschaft gewinnen. „Die haben mehr Kompetenz auf dem Gebiet“, sagte Unger. Zudem wird das Amt aufgefordert, Personal für die Betreuung bereitzustellen. „Das Ehrenamt allein kann das auf Dauer nicht leisten“, so Unger.

Weiteres Thema war die Umstrukturierung der Kinderbetreuung. „Es gibt erheblichen Druck und eine Warteliste. Die beiden Kitas und die Hortgruppen sind voll ausgelastet“, sagte Bürgermeister Andreas Gerckens: „Wir müssen mal wieder bauen.“ In zwei Schritten soll der Engpass gelöst werden. Die Elementar- und Hortgruppen sollen künftig in der Kita bei der Schule betreut werden. Zusätzliche Räume sollen durch eine Aufstockung der Umkleiden bei der Turnhalle und einen Anbau an die Kita „Haus der Kinder“ entstehen. Danach soll 2017 das Haus der Kinder vom Hort zur Krippe für drei Gruppen umgebaut werden, darunter eine altersgemischte. Die Gemeindevertretung fasste einen entsprechenden Grundsatzbeschluss. Er muss noch mit dem kirchlichen Träger abgestimmt werden. Die Kosten werden auf 820 000 Euro geschätzt.

Bis Ende 2017 gewährt die Gemeinde als Zwischenlösung Zuschüsse für die Tagespflege, wenn eine Erwerbstätigkeit, Ausbildung oder Arbeitssuche beider Elternteile nachgewiesen wird. Dafür können auch Pflegepersonen in den umliegenden Gemeinden genutzt werden, denn in Bargfeld-Stegen gibt es nur eine.




zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen