BAM ruft zu Abstimmung auf

So könnte der Kreisel verlaufen.
So könnte der Kreisel verlaufen.

Ampel oder Kreisel in Ammersbek? – Votum im Internet

shz.de von
10. März 2017, 12:31 Uhr

In Ammersbek hat sich in dieser Woche eine „Bürgerinitiative Ammersbeker Mühlenkreisel“ (BAM) gegründet, die die öffentliche Diskussion über eine wirkungsvolle Entschärfung des Unfallschwerpunkts an der Hoisbütteler Mühle beleben und das Meinungsbild der Bevölkerung ergründen möchte. An der Einmündung Bünningstedter Dorfstraße in die Lübecker Straße hatten sich in der Vergangenheit immer wieder Unfälle mit Sachschäden und Verletzten ereignet. 2016 waren zusätzlich ein Schwerverletzter und ein Todesfall an der früheren Hoisbütteler Mühle zu verzeichnen.

Nun soll eine Ampelanlage mit Linksabbiegerschutz installiert werden. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr plant den Beginn der Bauarbeiten für Anfang April. Die Inbetriebnahme der Ampel soll – wie berichtet – bereits vier Wochen später Anfang Mai erfolgen.

„Die Mitglieder der Bürgerinitiative sehen in dem beschleunigten Agieren der Landesstraßenbauverwaltung unmittelbar vor der Landtagswahl inzwischen keinen reinen Zufall mehr“, so der Ahrensburger Verkehrsingenieur Eckehard Knoll. Auch wenn die neue Lichtsignalanlage die Verkehrssicherheit an der Unfallhäufungsstelle deutlich verbessern wird, stößt sie nicht auf ungeteilte Zustimmung bei der Gemeindeverwaltung, den Ortspolitikern und auch nicht bei der Bevölkerung. Als nachteilig gegenüber einem Kreisverkehr werden längere Wartezeiten, ein diskontinuierlicher Verkehrsfluss, gefährlich höhere Fahrgeschwindigkeiten sowie ökologische und straßenraumgestalterische Aspekte gesehen. Auch die vielseitigen Erfahrungen aus Reisen durch andere Länder bestimmen die Bewertungen vieler Menschen. Die Initiative möchte mit einem Online-Voting allen Bürgern über 16 Jahren aus Ammersbek und Umgebung – aus Stormarn sowie dem angrenzenden Bezirk Hamburg Wandsbek – die Möglichkeit geben, ihr persönliches Votum für die Alternativen Ampel oder Kreisel im Internet abzugeben. Fachliche Beratung leistet „Kreisel-Papst“ Knoll.

Die Web-Adresse lautet: www.unfallstelle-ammersbek.de. Sie informiert über das Bauprojekt und ist von heute an für einen Monat geschaltet. Das Abstimmungsergebnis wird statistisch ausgewertet und über die örtlichen Medien veröffentlicht.

Am Dienstag, 14. März, wird die Gemeindevertretung in Ammersbek und der Petitionsausschuss des Landtags über den Ammersbeker Ampelbau beraten und im Rahmen ihrer Zuständigkeit Beschlüsse fassen. Vor diesem Hintergrund könnte eine zahlreiche zeitnahe Beteiligung an der Abstimmung bereits ein auch politisch interessantes Zwischenergebnis liefern.

>Personenbezogene Daten werden nur den mit dem konkreten öffentlichen Bauvorhaben befassten Verwaltungsdienststellen zur Überprüfung zugänglich gemacht und anschließend gelöscht.


zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen