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Stormarner Tageblatt

15. Dezember 2017 | 05:45 Uhr

Bad Oldesloe : Bald mehr Platz im Aldi

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Discounter im Oldesloer Gewerbegebiet rüstet auf. Die Stadt wacht allerdings über die Ausweitung der Verkaufsfläche. Neue Anfragen werden konsequent abgelehnt.

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erstellt am 19.Jan.2016 | 06:00 Uhr

Nein, es wird kein Schützenfest gefeiert, und es sind auch nicht die Vorboten eines alternativen Vogelschießens an neuer Stelle in der Stadt. Das gewaltige Zelt auf dem Supermarkt-Parkplatz an der Lily-Braun Straße wird zum Übergangs-Discounter.

Lidl in der Industriestraße hat vorgelegt und ordentlich erweitert. Da kann Konkurrent Aldi natürlich nicht tatenlos zusehen. „Der Markt wird zu den modernsten Aldi-Märkten in Deutschland gehören“, kündigt Jan-Dieter Mohr, Prokurist der Aldi Immobilienverwaltung an. An der Lili-Braun-Straße wird ein Neubau geplant. „Auch die Baukörper müssen sich zukünftigen Herausforderungen stellen“, so Mohr. Der Neubau bekommt ein Flachdach mit Solaranlage und Wärmerückgewinnung. Das soll den Einsatz fossiler Brennstoffe zukünftig überflüssig machen. Oberlichter und Fenster bis zum Boden sollen für ein helles Ambiente sorgen.

Die Fläche wächst um 200 auf 1200 Quadratmeter. Jan-Dieter Mohr: „Wir sind und bleiben Discounter. Das Sortiment ändert sich durch den Baukörper nicht.“ Als Kunde werde man merken, dass der Markt „etwas geräumiger“ ausfalle dank breiterer Gänge. Außerdem sollen die Regale nicht übermäßig hoch werden. Das trägt zur Barrierefreiheit bei und erleichtert den Überblick. Im August oder September werde der neue Laden eröffnen. Bis dahin läuft der Verkauf in dem schon zu bestaunenden Zelt weiter. Es verfügt über 1000 Quadratmeter und bietet das komplette Sortiment – inklusive frischer Backwaren. Bislang steht nur die Hülle, aktuell sind Handwerker mit dem „Innenausbau“ beschäftigt. Am 26. und 27. Januar bleibt der Markt komplett geschlossen. Am Donnerstag, 28. Januar beginnt der Verkauf im Zelt.

Das Einzelhandelsgutachten der Stadt ist eindeutig. Oldesloe ist gut versorgt, mehr Verkaufsfläche würde zu Lasten der Innenstadt gehen. Deshalb ist Bauamtsleiter Thilo Scheuber wichtig: „Das ist B-Plan konform.“ Deshalb muss die Stadt das genehmigen. Wegen einer Panne in der Verwaltung vor seiner Zeit konnte die Vergrößerung von Lidl nicht mehr verhindert werden. Doch an anderen Stellen schiebt das Bauamt allen Wünschen einen Riegel vor. Beispiel Ratzeburger Straße. Kaufland übernimmt Plaza und will weite Teile des Gebäudes abreißen. „Sie bekommen keinen Quadratmeter mehr. Das ist die Maßgabe, unter der wir hier handeln“, betont Scheuber. Auch wenn Kaufland mehr wollte. Anfrage von Discountern für die Hamburger Straße neben dem dortigen Plaza würden regelmäßig abgelehnt. Anders sieht es lediglich an der Kreuzung Ring/Lübecker Straße aus. Dort werden im Sommer die Trave-Arkaden eröffnet: 3500 Quadratmeter Verkaufsfläche für Rewe, Budni, Denns und die Post. Das wurde von einer Mehrheit als gut für die Innenstadt angesehen.

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