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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2017 | 20:19 Uhr

Reinfeld : Bahnhof barrierefrei & attraktiver

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Neue Aufzüge und Überführung für insgesamt 2,7 Millionen Euro in Reinfeld offiziell freigegeben – weitere Maßnahmen folgen.

von
erstellt am 09.Aug.2017 | 06:15 Uhr

Großer Bahnhof im Reinfelder Bahnhof: Zur offiziellen Freigabe der neuen Aufzüge und der neuen Überführung kamen gestern Verkehrsminister Bernd Buchholz, die Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn und Ingo Gädechens, Landrat Henning Görtz , Geschäftsführer Bernhard Wewers von Nah.SH, die DB-Konzernbevollmächtigte für Hamburg und Schleswig-Holstein, Manuela Herbort, sowie Bärbel Aissen, Regionalbereichsleiterin von DB Station  &  Service vorbei.

Reinfeld ist der letzte Bahnhof im Land mit mehr als 1000 Ein- und Aussteigern, der barrierefrei ausgebaut wurde. Im Herbst vergangenen Jahres begannen die Bauarbeiten, die sich Land und DB AG rund 2,7 Millionen Euro kosten ließen. Die Überführung schlug dabei mit 900  000 Euro zu Buche, die beiden Aufzüge mit 750  000 Euro. Damit sind die Bahnsteige, auf denen das alte Dach grundlegend erneuert und drei Wetterschutzhäuser geschaffen wurden, nicht nur trocken, sondern auch für Gehbehinderte oder Eltern mit Kinderwagen gut zu erreichen. Die oft überschwemmte, ständig beschmierte und schmutzige Unterführung gehört nun endgültig der Vergangenheit an und wird verfüllt. Das historische Bahnhofsgebäude, in dem sich die Gleis- und Weichentechnik befindet, soll renoviert werden.

„Ich freue mich, dass eine weitere Lücke im Netz der barrierefreien Bahnstationen geschlossen werden konnte und der Bahnhof Reinfeld noch attraktiver wird“, sagte Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz. „Schleswig-Holstein ist bei der Barrierefreiheit an den Stationen bundesweit Spitze“, sagte Bernhard Wewers, der zudem die Zusammenarbeit mit Station  &  Service lobte. Eine sehr gute Steuerung und die enge Abstimmung aller Beteiligten habe die planmäßige Umsetzung des Projekts ermöglicht, betonte Bärbel Aissen.

Mit dem Regionalexpress im Halbstundentakt ist man von Reinfeld in zehn Minuten in Lübeck und in etwas über 30 Minuten am Hamburger Hauptbahnhof. In den vergangenen 15 Jahren sind die Fahrgastzahlen um 120 Prozent auf mehr als 3000 Ein- und Aussteiger gestiegen. Auch aufgrund der Barrierefreiheit geht Buchholz ebenso wie Reinfelds Bürgermeister Heiko Gerstmann davon aus, dass die Zahlen weiter noch oben gehen werden.

Zumal mit den Fahrstühlen und der Brücke das Projekt ja noch nicht abgeschlossen ist. Die Überführung soll bis zur Holländerkoppel verlängert werden. Dafür rechnet Reinfeld aktuell mit 2,1 Millionen Euro. Die Fläche südlich der Bahn hatte die Stadt bereits erworben. Dass noch nicht mit dem Bau hatte begonnen werden können, liegt auch daran, dass Reinfeld keinen genehmigten Haushalt für dieses Jahr hat. Allerdings ist die Förderzusage des Landes im Rathaus eingetroffen. Kiel wird rund 75 Prozent der Kosten übernehmen, so Bürgermeister Gerstmann.

Im Bereich Holländerkoppel sollen neue P & R- sowie Fahrradstellplätze entstehen. Das dürfte allerdings noch etwas dauern. Im nächsten Bauausschuss Anfang September steht die Kreuzungsvereinbarung für die Querung über die Bahnlinie bis zur Feldstraße auf der Tagesordnung. Die Umsetzung wird sich vermutlich bis mindestens 2022 hinziehen. Nach 40 Jahren Wartezeit ist das aber ein überschaubarer Zeitraum.

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