zur Navigation springen

Delingsdorf : Bagger zerstört Gasleitung: Sogar Luftraum gesperrt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Rettungskräfte im Großeinsatz. Häuser und Kindergarten müssen evakuiert werden. Die beschädigte Hochdruckleitung muss ausgetauscht werden.

In Delingsdorf im Kreis Stormarn lief gestern ein Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst. Ein Bagger hat in der Gemeinde nahe Bargteheide gegen 13.25 Uhr eine Hochdruckgasleitung zerstört. Es handelt sich nach Angaben der Feuerwehr um eine der Hauptleitungen im Kreisgebiet. Gas trat aus, es herrschte Explosionsgefahr.

Das Wohngebiet im Umkreis von etwa 200 Metern wurde seit dem frühen Nachmittag evakuiert. Der Rettungsdienst holte alte und kranke Menschen aus den Wohnungen. Auch ein Kindergarten in der Nähe wurde geräumt. In den Mannschaftswagen der Feuerwehr wurden die Kinder in Sicherheit gebracht.

Der ASB-Betreuungszug hat ein beheiztes Zelt aufgebaut, in dem sich die Evakuierten bei Suppe und Getränken aufwärmen konnten. Der Strom im betroffenen Gebiet wurde aus Sicherheitsgründen abgestellt. Die Bundesstraße 75 war gestern komplett gesperrt und wird vermutlich erst am Donnerstagmorgen, 9 Uhr, wieder freigegeben. Auch der Luftraum über dem Großraum Delingsdorf war seit etwa 16 Uhr gesperrt: Flugzeuge, die den Flughafen Hamburg ansteuern, mussten eine andere Route fliegen. Malte Steckmeister wohnt direkt gegenüber der Leckage und sah als einer der ersten, wie Erde meterhoch in die Luft gewirbelt wurde.

Wie lange die Anwohner ausharren mussten, stand bei bei Redaktionsschluss noch nicht fest: 200 Meter vor dem Leck in der Leitung sollte ein Loch gegraben werden, um den Druck von der Hauptleitung zu nehmen und das Leck dann zu schließen. Dabei gab es allerdings ein Problem: Die Baukolonne, die der Energieversorger beauftragt hat, stand am Nachmittag im Stau. Die Polizei leitete die Fahrzeuge mit Blaulicht nach Delingsdorf. Die Feuerwehren aus Bargteheide, Jersbek, Delingsdorf, Klein Hansdorf-Timmerhiorn, Ammersbek, der Leitende Notarzt (LNA) die Technische Einsatzleitung (TEL) und zahlreiche Rettungskräfte waren mit gut 100 Kräften vor Ort. Die Feuerwehr schätzte, dass der Einsatz mindestens bis zum späten Abend dauert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen