Bad Oldesloe : Bässe und Tenöre bitte melden

Der Oldesloer Buxtehude-Chor.
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Der Oldesloer Buxtehude-Chor.

Der Buxtehude-Chor startet neue Proben für Oratorium „Simon Petrus“ und sucht noch neue Sänger.

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29. Januar 2018, 06:00 Uhr

Der Oldesloer Buxtehude-Chor unter der Leitung von Henning Münther führt im September das aus dem Vergessen geweckte Oratorium „Simon Petrus“ von Ludwig S. Meinardus (1827 – 1896) in Zusammenarbeit mit der Kantorei der Peter-Paul-Kirche Hohenwestedt und dem dortigen Chorleiter Norbert Klose auf. Die Proben dazu haben vor kurzem begonnen. Wer daran interessiert ist, bei der Wiederentdeckung dieser romantischen Kirchenoper dabei zu sein, ist als Gastsänger des Buxtehude-Chors bei den Proben dienstags ab 19.30 Uhr im Haus der Begegnung, Poggenseer Weg 28 in Bad Oldesloe, willkommen. Gesucht werden alle Stimmlagen, besonders Tenöre und Bässe, die sich anspruchsvolle Werke zutrauen. Chorerfahrung ist für das Mitsingen wünschenswert. Der genaue Probenplan kann im Internet unter www.kirche-oldesloe.de/musik/buxtehude-chor heruntergeladen werden. Das Mitsingen kostet nichts.

Schon vor einigen Jahren ist die Idee entstanden, eine Kooperation der Kantorei der Peter-Paul-Kirche Hohenwestedt und des Buxtehude-Chors aus Bad Oldesloe anzustreben, der vorwiegend in der Peter-Paul-Kirche singt. Nach dem erfolgreichen Zusammenwirken am Meinardus-Oratorium „König Salomo“ 2010 wollen die beiden Kirchenmusiker Norbert Klose und Henning Münther nun ein weiteres Werk in Angriff nehmen. Da an beiden Orten bereits „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy aufgeführt worden ist, liegt es nahe, auch den zweiten Namenspatron der beiden Kirchen – Petrus – mit einem Konzert zu bedenken.

Das 2010 aufgeführte, vorher lange vergessene Oratorium „König Salomo“ und das nun zur Aufführung anstehende Werk „Simon Petrus“ sind durchaus vergleichbar, wenn auch Simon Petrus etwas lyrischer und romantischer klingt. Die Besetzung ist ähnlich opulent: Fünf Solisten, großer Chor, großes Sinfonieorchester.

Bislang stehen folgende Solisten fest: Caroline Bruker-Freier (Sopran), Gabriele Vasiliauskaite (Mezzosopran, angefragt), Mirko Ludwig (Tenor) und Sönke Tams-Freier (Bass-Bariton). Die Kantorei der Peter-Pauls-Kirche und der Oldesloer Buxtehude-Chor sind komplett dabei. Beide Chöre studieren das Werk anfangs für sich ein. Erst ganz zum Schluss werden gemeinsame Proben stattfinden.

Samstag, 15. September, 19 Uhr, ist die erste Neu-Aufführung von „Simon Petrus“ in Bad Oldesloe unter der Leitung von Henning Münther zu hören. Am Sonnabend, 22. September, um 19 Uhr, erklingt die zweite Aufführung in Hohenwestedt unter der Leitung von Norbert Klose. Dabei wird außerdem eine CD eingespielt.

Von dem Meinardus-Oratorium gab es bisher nur vier handschriftliche Partituren. Erst Kirchenmusiker Norbert Klose erstellte in diffiziler monatelanger Arbeit den Klavierauszug und die Noten für alle Stimmen, mit denen die Mitwirkenden nun arbeiten. Er begründet seinen unermüdlichen Einsatz so: „Ich finde es viel spannender, solche unbekannten Oratorien wieder zum Klingen zu bringen. Ich finde es ein Jammer, dass so viele Werke, die es qualitativ verdient hätten, nicht die Chance erhalten, einem breiten Publikum vorgestellt zu werden, weil man sich nicht auf die etwas risikobehaftete Aufführung unbekannter Literatur einlassen mag. Es ist jedoch meine tiefe Überzeugung, dass es nötig ist, sowohl Chorsänger und Solisten als auch Orchestermusiker und Publikum gelegentlich an die Hand zu nehmen, und ihnen zu zeigen, dass es noch vieles - abseits des üblichen Standardrepertoires – zu entdecken gibt und dass dies sehr lohnende Begegnungen sein können.“

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