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Partnerkommunen in Israel und Palästina : Bad Oldesloe jetzt auch mit Jifna verschwistert

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bürgermeister und Bürgerworthalter unterzeichnen Partnerschaftsvertrag mit der kleinen Gemeinde Jifna in Palästina.

Jetzt ist es offiziell: Die Kreisstadt hat eine weitere Partnerstadt. Die Gemeinde Jifna in Palästina zählt zwar nur wenig mehr als 2500 Einwohner, hat aber eine lange Geschichte. Bürgermeister Tassilo von Bary, Bürgerworthalter Rainer Fehrmann und Maher Abu Khalil, Bürgermeister von Jifna, unterzeichneten die Partnerschaftsurkunde und tauschten anlässlich der offiziellen Verschwisterung Geschenke aus. Bad Oldesloe ist damit die einzige Kommune Schleswig-Holsteins, die jetzt eine Städtepartnerschaft sowohl mit Israel als auch mit Palästina pflegt.

Die neue Städtepartnerschaft kam auf Initiative des Stadtverordneten Dr. Hartmut Jokisch (Grüne) zustande, der die dörfliche Gemeinde unweit von Ramallah im Westjordanland mehrfache besuchte. Die Verschwisterung ist nicht unumstritten, denn es gibt Befürchtungen, dass Bad Oldesloes israelische Partnerstadt Beer Jaakov dieser Verschwisterung kritisch gegenüber stehen könnte. In der frisch unterzeichneten Urkunde wird deshalb der Gedanke der Völkerverständigung betont: „Im Bewusstsein und mit dem Ziel, auf kommunaler Ebene einen Beitrag zur Förderung des Friedensprozesses in Nahost zu leisten und die bereits bestehenden Beziehungen zwischen Bad Oldesloe und Jifna zu vertiefen, haben beide Gemeinden beschlossen, eine Partnerschaftsvereinbarung zu unterzeichnen.“

Jifna sei etwa 7000 Jahre alt und damit nach Jericho die zweitälteste Stadt Palästinas und werde schon in der Bibel erwähnt, betonte Maher Abu Khalil, der als Geschenk eine gerahmte Freundschaftsurkunde überreichte. Sein Oldesloer Amtskollege Tassilo von Bary überreichte Süßigkeiten und ein Buch. „Solche Städtepartnerschaften sind sehr wichtig in unserer globalisierten Welt. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen“, sagte Dr. Sara Husseini, Beraterin der diplomatischen Mission Palästinas, die zwei hölzerne Kerzenständer aus Bethlehem mitgebracht hatte.

Maher Abu Khalil, der zum ersten Mal Deutschland besuchte, zeigte sich angetan von der Gastfreundschaft der Oldesloer, bedankte sich bei seinen neuen Freunden und lud alle Bürger ein, seine schöne, kleine Gemeinde zu besuchen. Beide Partner wollten sich laut Vertrag bemühen, weitere Organisationen und Institutionen zu gewinnen, sich im Sinne der Partnerschaft einzubringen. Dabei steht besonders der Jugendaustausch im Fokus der Städtepartnerschaft, die gestern Abend noch mit einem Partnerschaftsfest im Bürgerhaus gefeiert wurde.

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erstellt am 20.Nov.2015 | 16:02 Uhr

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