zur Navigation springen

Wettbewerb : Bad Oldesloe auf dem Weg zur „digitalen Innenstadt“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Geschäftsleute, Verwaltung und Handelsverband bewerben sich gemeinsam bei einem Wettbewerb der unter anderem von eBay ausgerichtet wird.

Für die Oldesloer Innenstadt muss etwas getan werden – darin sind sich eigentlich alle einig. Nur was – da gehen die Meinungen auseinander.

Nicole Brandstetter und Angela Dittmar, die beiden Initiatorinnen der Einkaufstaschen-Aktion „Ich bin für Einkaufen in Bad Oldesloe“, wollen zusammen mit Agnes Heesch von der Stadtverwaltung und Monika Dürrer, Geschäftsführerin des Handelsverbands Nord, endlich weiter kommen. Sie haben angeregt, dass Bad Oldesloe beim Wettbewerb „digitale Innenstadt“ von eBay und Handelsverband Deutschland mitmacht.

Es nützt nichts, einfach nur hier zu rufen oder ein Formular auszufüllen – für die Teilnahme am Wettbewerb müssen die örtlichen Gewerbetreibenden, die Verwaltung und der Einzelhandelsverband an einem Strang ziehen. Die Stadt ist mit im Boot – das hat der Hauptausschuss jetzt einstimmig beschlossen. Allerdings unter der Vorgabe, dass die Teilnahme kein Geld kosten darf.

Die Wettbewerbsteilnahme solle ein zusätzlicher und unabhängiger Baustein der „Tüten-Kampagne“ sein. Nicole Brandstetter: „Wichtig bei allen Maßnahmen ist, die Stadt Bad Oldesloe, den Handel und das Angebot für Bürger und Besucher sichtbar zu machen, um mehr Frequenz in der Stadt zu generieren, die Innenstadt zu beleben und das positive Image der Stadt auszubauen.“ Und dabei soll ausgerechnet eBay helfen – immerhin ist das der größte Online-Marktplatz. Für Nicole Brandstetter macht das durchaus Sinn: „Es geht um die Auffindbarkeit der Händler. Und wenn jemand merkt, dass ihm die Umsatzbasis wegbricht, muss er was tun. Da kann e-commerce helfen.“

Bei dem Wettbewerb gewinnt die Stadt, die das überzeugendste Digitalisierungskonzept vorlegt. Die Zeit drängt, denn bereits am 14. Juni müssen die Unterlagen eingereicht werden. „Da ist nicht viel Luft“, räumt Nicole Brandstetter gerne ein: „Da sind jetzt Tempo und Energie gefragt.“ Angela Dittmar versucht, eine möglichst große Zahl an Händler ins Boot zu bekommen: „Viele sind neugierig, haben eine positive Einstellung und setzen sich damit auseinander.“

Das ist für Nicole Brandstetter das Positive an der Wettbewerbsteilnahme, auch wenn das Ergebnis natürlich völlig offen ist. „Der Wettbewerb drängt uns, unsere Ideen auszutauschen. Wir müssen uns ernsthaft damit auseinandersetzen und herausfinden, was die Bedürfnisse sind.“ Ohne den Druck von außen, davon ist sie überzeugt, würde das nicht passieren.

Im Kern wird es um die Frage gehen, was sinnvoll für die Zukunft der Fußgängerzone ist. Sollen an speziellen Info-Säulen aktuelle Informationen von Geschäften angezeigt werden, von Angeboten bis zu Veranstaltungstipps? Oder wäre es besser wenn die Geschäfte vorbeigehenden Passanten Informationen auf die Handys senden? Das und viele weitere Ideen werden diskutiert werden müssen. Angela Dittmar: „Wir versuchen, die meisten mitzunehmen.“

„Breitband-Versorgung ist dabei ganz wichtig“, betont Agnes Heesch. Die werde ja von der Stadt über die Stadtwerke vorangetrieben. Das aktuell kein Geld zur Verfügung steht, stört die Macher nicht. Die Diskussion sei vorerst wichtiger. Brandstetter: „Wenn wir das Konzept haben und es toll finden, müssen wir den Gang in die Politik neu machen.“

Der Hauptgewinn ist eine flächendeckende Ausstattung der Innenstadt mit Wlan und kostenlose Shops für die Händler bei eBay – für ein Jahr.

zur Startseite

23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 10.Jun.2016 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen