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8,5 Millionen Euro für Umbau : Bad-Eröffnung weiter offen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Mehr als 250 Namensvorschläge für das Hallenbad eingereicht – Hauptausschuss soll Montag entscheiden. Weil kein Wasser eingelassen werden kann, gibt es noch keinen Eröffnungstermin.

Adele dröhnt durch die große Schwimmhalle. Trotz der rockigen Musik geht der Fliesenleger ganz ruhig seiner filigranen Arbeit auf der Schwimmbadbaustelle nach. „Es geht voran“, erklärt Stadtwerke-Chef Jürgen Fahl: „Aber noch nicht so schnell, wie ich es mir wünschen würde.“ Der Ärger mit einer der beteiligten Firmen ist – zumindest bautechnisch – ausgestanden: Die Aufträge sind an andere Unternehmen vergeben worden, es wird wieder gearbeitet. „Wir haben keine großen Probleme“, so Fahl, „es hakt im Detail.“ Teilweise würde die Firma abgesprochene Termine schlicht nicht einhalten. Der Stadtwerke-Ingenieur vermutet, dass das mit der guten Auftragslage der Unternehmen zusammenhängt. „Jeder will halt seine Baustelle bedient haben. Mal setzen die Firmen die Priorität bei uns, mal gegen uns“, stellt Jürgen Fahl fest.

Dreh- und Angelpunkt ist momentan der Wassereinlass-Termin. Der musste bereits mehrfach verschoben werden, aktuell gibt es keinen. Wenn das Wasser in den Becken ist, dauert es noch sechs Wochen, bis die aufwändige Wassertechnik korrekt eingefahren ist. Mit einer Färbung muss beispielsweise überprüft werden, ob das Becken auch vollständig durchströmt wird. Zum Schluss müssen Wasserproben bei der Gesundheitsbehörde eingereicht werden. Erst wenn die ihr Okay gibt, kann eröffnet werden. Doch da es zurzeit Probleme mit den Fliesen im neuen Therapiebecken gibt, kann kein Wasser eingelassen werden ...

Die Außenhülle ist fast fertig. Die Brand- und Einbruchsmeldeanlagen müssen justiert werden. Die Blockhaus-Sauna steht, muss aber noch ausgestattet werden, ebenso die neuen Umkleiden. Der barrierefreie Zugang ist bislang erst zu erahnen. Da ist noch einiges zu tun. Jürgen Fahl peilt momentan einen Öffnungstermin im November an.

Kommenden Montag beschäftigt sich der Hauptausschuss mit dem Thema Hallenbad. Aber diesmal nicht, weil es Probleme oder Kostensteigerungen gibt (aktueller Stand: immer noch 8,5 Millionen Euro). Nein, es geht um den zukünftigen Namen des Bades. Die Stadtverordnetenversammlung hatte einen Namenswettbewerb ausgerufen. Und die Resonanz ist überwältigend: 355 Vorschläge wurden eingereicht, nach Abzug von Doppelnennungen blieben immer noch 267 Vorschläge über. „Das es so viele werden, davon bin ich positiv überrascht“, drückt Fahl seine Freude aus. Von Aloe über Spritz bis Wolfgang-Hallenbad haben die Hauptausschuss-Mitglieder nun die Qual der Wahl. „Das wird nicht so einfach werden“, befürchtet Jürgen Fahl. „Ich bin nicht so ein Freund von Fantasienamen“, deshalb wünscht sich der Werkleiter einen einfachen, prägnanten Namen aus dem der Ortsbezug deutlich wird: Travebad, Oldesloer Welle oder ...

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erstellt am 20.Aug.2013 | 20:17 Uhr

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