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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 22:49 Uhr

Rekordjahr : Baby-Boom in Reinbek

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

2015 war ein Rekordjahr mit 846 Neugeborenen im Reinbeker St. Adolf Stift. Der Einsatz von Lachgas im Kreißsaal kommt bei Gebärenden gut an.

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erstellt am 11.Jan.2016 | 18:54 Uhr

Lina-Mara ist das 846. und damit letzte Neugeborene, das im Rekordjahr 2015 im Krankenhaus Reinbek zur Welt kam. Sie wurde am Abend des 30. Dezember geboren, wog 3970 Gramm und war 52 cm lang. „Eigentlich sollte sie schon am 1. Weihnachtstag kommen“, verrät die stolze Mutter aus Glinde, aber dann hat sie sich so viel Zeit gelassen, dass wir sogar dachten, sie kommt erst im Jahr 2016 zur Welt.“

Doch dann ging es ganz schnell: Nach nur vier Stunden war sie auf natürlichem Wege da. Auch Lina-Maras Bruder wurde vor zwei Jahren im St. Adolf-Stift geboren. „Hätten wir damals schon hier gewohnt, wäre sicherlich auch unsere zwölf Jahre alte Tochter in Reinbek zur Welt gekommen, denn wir fühlen uns hier jedes Mal sehr wohl, sagt Lina-Maras Mutter. „Die Hebammen und auch die Ärztin waren einfach nur toll, die Atmosphäre war entspannt.“

Mutter und Kind wurden am Neujahrstag nach Hause entlassen. „Den Jahreswechsel haben wir die meiste Zeit ganz unspektakulär im Bett verbracht und nur vereinzelt Raketen gesehen“, sagt die 30-jährige Glinderin. „Besonders gefreut habe ich mich über den Berliner, den es zu Silvester gab.“

Zuletzt gab es vor 13 Jahren, also 2003, im Geburtsbuch des St. Adolf-Stiftes ein Kind mit der Nummer 846. „Wir freuen uns alle sehr, dass wir die sehr hohe Geburtenzahl vom vergangenen Jahr noch leicht übertroffen haben. Damals waren es 844 Kinder und im Vergleich eine Steigerung von zwölf Prozent zu 2013 mit 756 Neugeborenen“, sagt Evelyn Beckmann, die Teamleitung der Mutter-Kind-Station. „Das ganze Jahr 2015 über hatten wir am Ende jedes Monats fast genau dieselbe Geburtenzahl wie ein Jahr zuvor, das war schon etwas unheimlich. Und es ist gleichzeitig ein toller Erfolg für uns Schwestern, Hebammen und Ärzte“, so Beckmann.

Von den 846 Kindern waren 422 Mädchen und 424 Kinder Jungen. Am meisten Babys wurden im August geboren: 91. Im Monatsdurchschnitt sind es 70 Kinder,“ so die erfahrene Krankenschwester. Also zwei bis drei Kinder pro Tag. 30 Prozent der Geburten waren Kaiserschnitte, die anderen 70 Prozent „spontane“ Geburten.

Auch ein Erfolg des Chefarztes Prof. Dr. Jörg Schwarz, der vor vier Jahren die Frauenklinik übernahm. Der 51-Jährige hat die Kaiserschnittrate von 43 auf 30 Prozent gesenkt. „Die Senkung betrifft vor allem die ungeplanten Kaiserschnitte unter der Geburt. Damit sind wir besser als der deutsche Durchschnitt und auch als einige Perinatalzentren der Umgebung.“ Zusätzlich hatte Prof. Schwarz eine Neuerung eingeführt, die bei den Gebärenden sehr gut ankommt: „Wir wenden seit zwei Jahren Lachgas im Kreißsaal zur Behandlung von Wehenschmerzen an, und die meisten Gebärenden würden bei der nächsten Geburt wieder Lachgas nutzen. Es hat viele Vorteile, da es schnell wirkt, von den Frauen selbst dosiert werden kann und für Mutter und Kind vollkommen ungefährlich ist.“

Die neuere Form des Lachgases ist laut des Gynäkologen und Geburtshelfers ein Gemisch aus 50 Prozent Lachgas und 50 Prozent Sauerstoff. „Es ist besser verträglich als das Lachgas, das vor 150 Jahren für zahnärztliche Untersuchungen eingeführt wurde. Es ist geschmacks- und geruchslos und führt bei 75 Prozent der Frauen zu vollständiger oder aber zumindest zufriedenstellender Schmerzlinderung, und das ohne PDA“, betont Prof. Dr. Jörg Schwarz.


Infoabende mit Kreißsaalführung finden an jedem 1. und 3. Dienstag im Monat ab 18 Uhr statt. Der nächste am 19. Januar. Mehr Informationen unter: www.geburt-in-reinbek.de.










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