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Grossensee und Witzwort : Autos schleudern in Vorgärten - mehrere Verletzte

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An gleich zwei Orten landeten in der Nacht zu Sonntag Autos in Vorgärten. Im Kreis Stormarn wurden drei Frauen verletzt, im Kreis Nordfriesland ein Mann.

Großensee | Bei einem Verkehrsunfall wurden am frühen Sonntagmorgen in Großensee im Kreis Stormarn drei junge Frauen verletzt. Eine 20 Jahre alte Autofahrerin war mit ihrem Fahrzeug von der Straße abgekommen und in einem Vorgarten gelandet.

Nach ersten Erkenntnissen waren drei junge Frauen in einem VW-Touran unterwegs, als sie die Fahrerin gegen 4.30 Uhr auf der Straße zwischen zwischen Großensee und Rausdorf in einer Linkskurve an der Ortsgrenze nach rechts von der Straße abgekommen ist. Der Wagen fuhr in den Grünstreifen, rammte ein Verkehrsleitzeichen, einen Telefon-Schaltschrank, ein Einfahrtstor, einen Erdwall samt Holzstoß, kippte um und blieb auf dem Dach liegen. Nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde alle drei Insassen des Touran mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Auch in Witzwort (Kreis Nordfriesland) landete in der Nacht zu Sonntag ein Auto in einem Vorgarten. Um 1.15 Uhr raste eine BMW-Limousine ungebremst mit hoher Geschwindigkeit am Ende einer Straße zwischen massiven Bäumen hindurch und landete mitten auf einem Stapel von bepflanzten Blumentöpfen. Besonders prekär: Der schwarze Oberklasse-Wagen war nur zehn Zentimeter neben einem vollen Gastank gelandet.

Der aus Richtung der B5 kommende Autofahrer fuhr auf der L32 in Richtung Witzwort. Am Ende mündet der Straßenzug (Siethwende) in die L 32 ein. Der junge Nordfriese hatte offensichtlich zu viel Tempo drauf und hielt – anstatt nach rechts oder links abzubiegen – „Kurs geradeaus“. Hier schoss er mit hoher Geschwindigkeit durch eine Hecke und landete schließlich auf dem Hofplatz einer Familie. „Wir hatten bereits fest geschlafen“, erzählt  Sabine Voges, die mit ihrem Ehemann Heinz sofort nach draußen eilte und den verletzten Fahrer vorfand. Auch eine Nachbarin, die Krankenschwester ist, kam sofort hinzu. Die drei Ersthelfer wählten rasch den Notruf zur zentralen Rettungsleitstelle in Harrislee. Diese alarmierte sofort Polizei, einen Rettungswagen und die Witzworter Feuerwehr.

Wehrführer Dierk Hansen, der mit zwei Fahrzeugen und zahlreichen Einsatzkräften anrückte, spricht von einem wahren Wunder: „Es ist unglaublich, dass der Fahrer nicht frontal an einem der dicken Bäume hängengeblieben ist. Ein weiteres Wunder ist, das der Gastank nicht beschädigt wurde; dies hätte zu einer Explosion führen können. Hier gleich nebenan befindet sich die große Witzworter Meierei. Ich glaube, wir können die Schutzengel, die hier mit dabei waren, gar nicht alle zählen!“

Das Ehepaar brachte den bei hochsommerlicher Hitze in schwerer Einsatzkleidung arbeitenden Feuerwehrleuten gekühlte Getränke und schaffte Tische und Bänke auf den Hofplatz. Auch die Polizeibeamten sprechen vor Ort von einem wahren Wunder: „Der 24-jährige Fahrer muss unendlich viele Schutzengel gehabt haben. Unvorstellbar, was hier alles hätte passieren können!“ Der junge Nordfriese wurde mit dem Rettungswagen verletzt in die Klinik eingeliefert; um 2.30 Uhr war die Unfallstelle geräumt. Das Fahrzeug erlitt einen Totalschaden.

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erstellt am 03.Aug.2014 | 13:23 Uhr

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