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Verkehr verbannen : Autos in der Innenstadt ein Ärgernis

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Oldesloer Verwaltung prüft die Anschaffung elektronischer Poller zum Schutz der Fußgängerzone. Die versenkbaren Pfosten sollen allerdings teuer sein.

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erstellt am 16.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Da gab es ja gleich einen aktuellen Anlass. Im Hauptausschuss wurde im Polizeibeirat vom Oldesloer Polizeichef Wolf-Rüdiger Traß die aktuelle Verkehrsunfallstatistik vorgestellt. Wenige Stunden zuvor war es auf der Ratzeburger Straße in Höhe der Tankstelle zu einem schweren Unfall mit zwei Lkw gekommen (wir berichteten). Eine Steilvorlage für Uwe Rädisch (CDU), der die Situation dort immer wieder kritisiert. Aus Sicht der Polizei gibt es dort allerdings keinen Handlungsbedarf. „Die Stelle taucht in der Statistik nicht auf“, erklärte der Erste Polizeihauptkommissar: „Das bedeutet, dass es dort weniger als fünf Unfälle im Jahr gab.“ Die Bundesstraße sei sogar breiter als unbedingt erforderlich. Aus Gesprächen mit dem Besitzer der Tankstelle wisse er, dass auch der die Situation unbefriedigend finde. „Da können wir leider keine Lösung bieten“, bedauerte Traß. Da half es auch nicht, dass Rädisch beklagte, dass teilweise nicht mal mehr Fahrradfahrer dort durch kämen, weil alles von „Schnäppchentankern“ blockiert werde. Schulterzucken beim Polizeichef: „Sollen wir ihm verbieten, den Diesel für 1,29 zu verkaufen?“

Auch bei einem anderen Thema musste Wolf-Rüdiger Traß die Politiker enttäuschen – Autos in der Fußgängerzone. „Wir haben dort eine Situation, die Autoverkehr zulässt“, erklärte der Polizeichef. Die Beschilderung „Anlieger frei“ lasse es eben zu, zum Einkaufen vor den Discounter zu fahren – man habe dann ja ein Anliegen. Das gelte zumindest für den Bereich zwischen Besttorbrücke und Kirchberg. Dieses Stück könne allerdings auch nicht komplett gesperrt werden, denn dann sei kein Lieferverkehr für die Geschäfte mehr zulässig.

Mit einem einfachen Schlüssel versenkbare Poller seien unbefriedigend. Das zeige der Übergang zur Mühlenstraße, der fast immer offen sei. Elektronisch gesteuerte Poller könnten eine Alternative sein. „Wir arbeiten an einer Lösung, aber die kostet Geld“, erklärte Thomas Sobczak vom Bürgeramt. 10 bis 12 000 Euro müssten pro Poller veranschlagt werden, vier würden wohl mindestens benötigt. Zu den Haushaltsberatungen werde ein Vorschlag erarbeitet.

Die vielen Taxen im anderen Teil der Fußgängerzone sind den Politikern ebenfalls ein Dorn im Auge. Ohne in Details zu gehen, sagte Traß, dass nicht jede Fahrt zulässig sei. Ein Beamter sei für die Kontrolle der Fußgängerzone zuständig – so weit es die Personallage zulasse.

 

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