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Autobahnpolizei legte „Schrott-Bus“ lahm

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

von
erstellt am 23.Okt.2013 | 00:33 Uhr

Am Montag fiel eine der Autobahnpolizei Bad Oldesloe gegen 13.15 Uhr ein schwedischer Reisebus mit Anhänger auf, der kurz hinter der Anschlussstelle Reinfeld mit hoherm Tempo überholte. Bei der Kontrolle auf dem Parkplatz Hamberge stellte sich anhand des Fahrtenschreibers heraus, dass der Bus mit 100 km/h unterwegs war, 20 mehr als mit Anhänger erlaubt.

Zudem fiel den Beamten der desolate Zustand von Bus und Anhänger auf. Nach telefonischer Rücksprache mit der Kreisordnungsbehörde und der Dekra fuhr die Polizei mit dem Bus im Schlepptau zum Dekra-Stützpunkt im Lübecker Gewerbegebiet Roggenhorst. Die Prüfung ergab dann das, was die Polizei vermutet hatte. Der Ingenieur stellte so gravierende Mängel fest, dass die Weiterfahrt untersagt wurde. Für die 21 Passagiere und drei Fahrer begann eine lange Zeit des Wartens. Erst gegen 19.45 Uhr, nachdem der schwedische Halter einen Ersatzbus beschafft hatte, konnten sie ihre Reise fortsetzen. 14 Euro kostete die Prüfung, 298 Euro wurden als Sicherheitsleistung wegen der Geschwindigkeitsüberschreitung und der vielen technischen Mängel fällig.
Vorne waren die Bremsen verschlissen und das Lenkgestänge ausgeschlagen. Die Frontscheibe war mehrfach gerisse, Ventile der Luftfederung undicht, die Auflaufbremse des Anhängers und das Bremsentlüftungsventil funktionierten nicht, der Hauptrahmen war zwischen der 2. und 3. Achse gerissen, alle vier Reifen der Antriebsachse waren so stark porös, dass die Laufflächen sich jederzeit ablösen könnten, und die Reifen des Anhängers durch Gewebebrüche deformiert.

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