Trittau : Auto schleudert in Eisdiele – vier Verletzte

Der Fahrer des Renault Kangoo wollte ausweichen.
Der Fahrer des Renault Kangoo wollte ausweichen.

Ein Ausweichmanöver endet in einer Eisdiele: In Trittau (Kreis Stormarn) wurden bei einem Unfall vier Menschen verletzt. Darunter eine schwangere Frau.

Avatar_shz von
25. Juli 2014, 06:50 Uhr

Trittau | Trittau So etwas kennt man eigentlich nur aus Actionfilmen. Doch am Donnerstagabend kam es mitten in Trittau zu einem realen Horror-Unfall: Ein Autofahrer krachte  am Donnerstagabend in der Poststraße in ein Eiscafé und verletzte dabei vier Gäste. Eine Frau war unter dem Wagen eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Ein 46-jähriger Mustiner fuhr gegen 20.50 Uhr mit seinem VW Caddy die Poststraße entlang in Richtung der Kirchenstraße. In Höhe des dortigen Eiscafés wollte er dann nach links auf eine Grundstückszufahrt abbiegen. Dabei übersah er offenbar den entgegenkommenden 19-jährigen Hamfelder mit seinem Renault Kangoo. Die beiden Fahrzeuge stießen zusammen. Im weiteren Verlauf kam der 19-Jährige mit dem Renault Kangoo nach links von der Fahrbahn ab, überfuhr den Fußweg und durchbrach ein Schutzelement des Eiscafés. Er landete mit dem Wagen auf der Terrasse des Cafés. Zu dem Zeitpunkt hielten sich noch vier Gäste auf der Terrasse auf.

Eine 37-jährige Schwarzenbekerin war zwischen dem Renault Kangoo und der Außenwand der Terrasse des Cafés eingeklemmt. Sie geriet noch unter den Wagen. Die Feuerwehr musste den Renault Kangoo mit entsprechendem Gerät anheben und wegziehen, um die Frau befreien zu können. Sie musste schwer verletzt mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Eine Lebensgefahr bestand zu dem Zeitpunkt für sie nicht.

Eine Familie –  ein 37-jähriger Mann, seine 26 Jahre alte  Frau und der  Sohn (2) –,  die ebenfalls auf der Terrasse gesessen hatte, wurde von dem Wagen erfasst und leicht verletzt. Die Familie musste ebenfalls per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Der 46-Jährige und der 19- Jährige blieben unverletzt. Ein freiwilliger Atemalkoholtest bei den Fahrern verlief negativ. Die Polizeibeamten beschlagnahmten die beiden erheblich beschädigten Fahrzeuge und ließen sie abschleppen. Der Sachschaden wird auf zirka  7000 Euro geschätzt. Der Sachschaden an der durchbrochenen Trennwand und der Bepflanzung wird auf etwa  4000 Euro geschätzt.

Die Beamten mussten die Poststraße im Bereich der Unfallstelle voll sperren. Mehr als 80 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren nach dem  schweren Verkehrsunfall in der Poststraße  im Einsatz.

Der alarmierten Feuerwehr Trittau folgten fünf Rettungs- und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF), der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL RD) sowie der Leitende Notarzt (LNA).  Zur Unterstützung bei der Koordinierung der Rettungsmaßnahmen  wurde auch ein Führungskraftwagen (FüKAW) der Technischen Einsatzleitung (TEL) des Kreises Stormarn an den Unglücksort beordert.  Auch zwei Streifenwagenbesatzungen waren vor Ort.

„Am Einsatzort mussten wir zunächst das verunglückte Fahrzeug sichern und mit Keilhölzern stabilisieren“, sagte Einsatzleiter Fabian Woggan von der Feuerwehr Trittau. Dann wurde unter Zuhilfenahme von hydraulischem Gerät die Frau unter dem Wagen geborgen. 

„Die haben hier alle verdammt viel Glück gehabt“, sagt ein Polizeibeamter. Gar nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn das Eiscafé besser besucht gewesen wäre. Gegen 22.35 Uhr waren die Räumarbeiten beendet. Die  Ermittlungen laufen.

 Innenminister Andreas Breitner dankte gestern am Rande eines Besuches bei der Autobahnpolizei Bad Oldesloe den eingesetzten Beamten und den Rettungskräften: „Erneut wurde deutlich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen hauptamtlichen Helfern und den ehrenamtlichen Kräften von Rettungsdienst und Feuerwehr für die Sicherheit der Bevölkerung ist. Dies habe der  Einsatz in Trittau  gezeigt.“st

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen