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Neustart : „Auswärtssieg wäre kein Weltwunder“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Oliver Zapel lenkte sich nach zuletzt drei Pleiten in Folge mit einem Praktikum bei Werder Bremen ab. Eichedes Coach ist zuversichtlich, dass seine SH-Liga-Fußballer beim TSV Schilksee zurück in die Erfolgsspur finden.

shz.de von
erstellt am 21.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Drei Niederlagen in Folge kassierten die Fußballer des SV Eichede zuletzt in der SH-Liga. Die Schützlinge von Coach Oliver Zapel verpassten damit nicht nur den zwischenzeitlich möglichen Sprung an die Tabellenspitze, sondern fielen auch auf Rang vier zurück und haben nun bereits sieben Punkte Rückstand auf Ligaprimus Eutin 08. Und auch zum TSV Schilksee (2.) klafft bereits eine Lücke von sechs Punkten. So zählen eigentlich nur noch Siege in den letzten vier Partien vor der Winterpause, um nicht gänzlich im Niemandsland der Tabelle zu verschwinden. Allerdings sind die kommenden Aufgaben alles andere als leicht. Denn schon am Sonntag steht ein echter Hammer auf dem Spielplan. Um 14 Uhr müssen die Stormarner beim Tabellenzweiten in Schilksee ran. Anschließend folgen noch die Partien gegen Bordesholm, Preetz und Eutin. Wir sprachen mit SVE-Trainer Oliver Zapel.

Oliver Zapel, von Montag bis Donnerstag waren Sie beim SV Werder Bremen zum Hospitieren. Wie hat es Ihnen an der Weser gefallen?

Es hat richtig Spaß gemacht und war besser als ich es erwartet hatte. Ich konnte Einblicke in die Arbeit der Profis und der U 23 gewinnen, mich mit den Offiziellen austauschen und auch dem Nachwuchsleistungszentrum des Bundesligisten einen Besuch abstatten. Das war sehr informativ. Überrascht war ich vor allem von der Offenheit. Es gab keine Berührungsängste, alle waren sehr kooperativ. Ich habe persönlich also eine Menge Positives mitgenommen.

Aber am Sonntag sitzen Sie noch auf der Eicheder Trainerbank, oder hat man Sie schon abgeworben?
Nein (lacht), leider nicht. Aber das wäre auch wie ein Sechser im Lotto. Werder Bremen ist gut aufgestellt, die warten nicht unbedingt auf einen Oliver Zapel. Aber jeder, der dort arbeitet, kann sich glücklich schätzen, bei den traumhaften Rahmenbedingungen, die dort vorherrschen.

Der Besuch beim SVW dürfte auch auch eine Möglichkeit für Sie gewesen sein, sich abzulenken vom „Alltag“ in Eichede?
Absolut. Der Zeitpunkt kam mir nicht ganz ungelegen. So musste ich nicht weiter auf das Grauen vom letzten Wochenende eingehen und konnte nach der 2:3-Niederlage gegen den FC Dornbreite etwas runterfahren.

Nun aber wartet wieder der Alltag beim SV Eichede auf Sie. Am Sonntag geht es zum TSV Schilksee. Besteht dort aus Ihrer Sicht eine reelle Chance zur Wiedergutmachung nach zuletzt drei Niederlagen in Folge?
Zunächst einmal ist es ein weiteres Endspiel für uns. Mit einem Sieg in Kiel könnten wir die Scharten der letzten Wochen auswetzen und unsere Minimalzahl, die Tuchfühlung bis zur Winterpause nach oben nicht ganz zu verlieren, im Auge behalten.

 

Anfang August haben Sie beim 4:2-Heimsieg gegen den TSV gezeigt, wie es gehen kann. Im Anschluss daran hat Schilksee allerdings eine Serie gestartet und bis heute in 15 Partien nicht mehr verloren. Macht Ihnen diese Bilanz Angst?
Vor gut drei Wochen standen wir in der Tabelle ja noch vor dem TSV. Wir können also eigentlich bis dahin nicht so viel falsch gemacht haben. Klar, Schilksee hat sich stabilisiert, aber ich habe mir den TSV mehrfach angeschaut – wir müssen nicht schon im Vorwege in die Knie gehen.

Also glauben Sie an einen Auswärtssieg ihres Teams?
Ein Weltwunder wäre das aus meiner Sicht jedenfalls nicht. Wir verfügen sicherlich über das Potenzial, auch dort gewinnen zu können. Uns muss es nur mal wieder gelingen, unser Potenzial abzurufen, eigene Fehler zu minimieren und vorne unsere Chancen konsequent zu nutzen.

 

Anpfiff:Sonntag 14 Uhr, Sportplatz an der Schilkseer Straße 90, 24159 Kiel.
Schiedsrichter: Dennis Lübker (Jübek).
Nicht dabei: Fynn Berndt (Schulterverletzung), Arnold Lechler (Bänderverletzung), Simon Koops (Knie) und Dennis Wagner.
Fraglich: Vincent Janelt (Fleischwunde).

Voraussichtliche Aufstellung: Barkmann – Krajinovic, Jan-Ole Rienhoff, Marschner – Kossowski, Seiler, Heidenreich, Fischer – M. Schubring, Maltzahn, Janelt.

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