zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

24. November 2017 | 08:31 Uhr

Bargteheide : Ausgleichsflächen müssen her

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Baumfällung, fehlende Kita- und Parkplätze: Entwurf für Bebauungsplan An den Stücken beschlossen

An den Stücken in Bargteheide werden möglicherweise mindestens elf Bäume fallen. Das sieht der Plan der Investoren von RBO vor, die das Grundstück Nummer 49 und 51 direkt östlich der Bahn bereits erworben haben. Bisher ist der Baumbestand besonders als Brutplatz bei den Krähen beliebt. Der Ausschuss für Stadtplanung hat nun als ersten Schritt die Aufstellung des Entwurfs für einen Bebauungsplan beschlossen. Der war seinerzeit zurückgestellt worden, weil die Geruchsimmissionen vom Nachbargrundstück als nicht hinnehmbar galten. Das hat sich inzwischen geändert.

Die Investoren seien bereit, einen Ausgleich für die gefällten Bäume zu schaffen, so Bauamtsleiter Jürgen Engfer. Die SPD fordert einen verbindlich festgelegten Ausgleich für die gefällten Bäume. „Das sollte Bestandteil des Verfahrens werden“, regte Andreas Bäuerle an. Es gebe einen Abwägungskonflikt zwischen dem Erhalt der uralten Bäume und der Schaffung bezahlbaren Wohnraums. Der falle für die SPD zugunsten des Letzteren aus.

Norbert Muras brachte für die WfB einen ganz anderen Vorschlag ein. „Die Stadt benötigt weitere Kindergartenplätze“, sagte er. Hier wäre ein idealer Ort dafür. Außerdem könnten Teile des Grundstücks als Parkplatz am Bahnhof dienen. „Wir suchen hier verzweifelt nach weiteren Parkmöglichkeiten.“ Wenn die Stadt das Grundstück zu diesem Zweck erwerbe, könnte der Baumbestand erhalten werden. Auch Friedrich Westerworth (CDU) sprach sich für eine Umplanung aus.

Das Grundstück werde nicht unbedingt benötigt, entgegnete Engfer: Ein Parkdeck auf der Ostseite der Bahn mit 132 Stellflächen wird ohnehin geplant.“ Baubeginn soll eventuell noch 2016 sein. „Je länger wir damit warten, desto höher werden die Zuschüsse aus der Landesförderung für Verkehrswege“, sagte er. Das komme die Stadt günstiger als der Ankauf des Grundstücks. Außerdem sei ein Kindergarten im Gewerbegebiet Langenhorst geplant. Auch dort sehe es gut aus mit Zuschüssen. Wie Muras wies auch Peter Anklam (SPD) auf das Krähenproblem hin: „Wenn der Bau beginnt, suchen sich die Krähen überall in der Stadt neue Brutplätze.“ Schon die Vergrämungsaktion habe dazu geführt, dass andere Wohngebiete unter dem Lärm litten.

Einstimmig wurde der Entwurf beschlossen, der nur die erste Stufe des Planungsverfahrens darstellt und damit noch nicht verbindlich wird.




zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen