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Stormarner Tageblatt

24. August 2017 | 07:35 Uhr

Alternative : Ausbildung statt Studium?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Erster Berufsinformationstag an der Theodor-Mommsen-Schule in Bad Oldesloe.

Rund 80 Prozent aller Abiturienten wollen studieren. Damit ist die Zahl der Studierwilligen so hoch wie nie. Frauen mit Abitur entscheiden sich allerdings etwas häufiger für eine Ausbildung als ihre männlichen Kollegen. Diesen Trend spürt auch Alexandra Burmester, Referendarin der Theodor-Mommsen-Schule. „Nur sehr wenige unserer Abiturienten streben eine Ausbildung an, die meisten wollen studieren“, sagt die angehende Lehrerin. Deshalb hat sie zusammen mit ihrem Kollegen Tobias Klotz den ersten Berufsinformationstag am Oldesloer Gymnasium organisiert – und das mit großem Erfolg. Mehr als 50 Betriebe und öffentliche Arbeitgeber wie Polizei, Finanzamt und Kreisverwaltung stellten sich und die von ihnen angebotenen Ausbildungen direkt vor Ort vor. In den Klassenzimmern wurden Infostände aufgebaut, einige Azubis Mitarbeiter stellten in Form von kurzen Vorträgen ihren Beruf vor.

Rund 600 Schüler der 9. bis 13. Jahrgangsstufen informierten sich über Ausbildungsberufe bei Banken und Versicherungen, großen Firmen wie Dräger, Daimler und edding, die Möglichkeit eines Dualen Studiums sowie eine Ausbildung im klassischen Handwerk, was Abiturienten allerdings eher nicht in Erwägung ziehen. Philipp Rincke informierte sich am Stand der Landespolizei bei Harun Biner. „Das Interesse der Schüler ist zwar verhalten, aber sehr ernsthaft. Aber bei uns zählen nicht nur die Schulnoten, sondern auch die körperliche Fitness“, so der Einstellungsberater der Landespolizei Eutin. Und an dieser sportlichen Hürde würden viele Bewerber scheitern. Allerdings möchte Philipp Rincke auch nicht zur Polizei, sondern Physik studieren. „Damit kann man überall landen. Physiker werden von vielen Unternehmen gesucht“, weiß der 18-jährige Abiturient.

Alexandra Burmester hofft, dass jetzt einige ihrer Schüler auf den Geschmack gekommen sind und eine Ausbildung anstreben. „Viele denken, sie müssen nach dem Abitur unbedingt studieren. Dabei gibt es so viele gute Alternativen“, erklärt Burmester.

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