Ahrensburg : Ausbildung mit Herzblut

Stolz präsentieren die Azubis Plakette und Urkunde, die Clariant von der IHK für die gute Ausbildung erhalten hat.  Fotos: Olbertz
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Stolz präsentieren die Azubis Plakette und Urkunde, die Clariant von der IHK für die gute Ausbildung erhalten hat. Fotos: Olbertz

Die IHK zu Lübeck zeichnet Clariant Masterbatches mit dem erstem Ausbildungs-Award in diesem Jahr aus. Das Unternehmen bilde „über Niveau“ aus. Das sichere einen Wettbewerbsvorteil.

Andreas Olbertz. von
17. Juli 2014, 06:00 Uhr

„Das ist toll. Darauf sind wir stolz“, freut sich Andrea Heser, Leiterin der Ausbildung und Personalbetreuung bei Clariant. Die IHK hat die Ahrensburger Niederlassung des Konzerns gestern mit dem ersten Ausbildungs-Award in diesem Jahr ausgezeichnet.

IHK-Präses Friederike C. Kühn machte deutlich, welchen Stellenwert diese Auszeichnung bei der Industrie- und Handelskammer genießt: „Damit sind wir ziemlich geizig. Und das nicht, weil wir die Gelder für die Urkunden und Plaketten zusammenhalten müssten.“ Ausgezeichnet würden ausschließlich Unternehmen, die „über Niveau ausbilden“, die sich durch Familienfreundlichkeit auszeichnen, sozial engagieren und auch Fortbildungen auf höchstem Niveau möglich machen.

Betriebe können sich für den Ausbildungs-Award nicht bewerben, sie müssen keine Mindestpunktzahl erfüllen. Es sei einzig und allein die langjährige Leistung, die qualitativ hochwertige Ausbildung, die eine Firma qualifiziere. Konkret stelle Clariant Ahrensburg immer wieder Sach- und Geldspenden für Projekte in Schulen zur Verfügung. Das Unternehme stelle Räume und Prüfer für die Prüfungen der IHK bereit, ehemalige Azubis hätten gute Chancen, in Führungspositionen zu kommen, und nicht zuletzt sei es die Vielfalt der angebotenen Ausbildungsberufe, die Clariant qualifiziere. Hier werde sehr engagiert und mit viel Herzblut ausgebildet lobte Kühn.

In ihrer Funktion als Präses komme sie mit vielen sehr unterschiedlichen Betrieben im Kammerbezirk in Kontakt. Die Art, wie sich die Unternehmen für die Zukunft aufstellten, sei sehr unterschiedlich. „Aber ein Schlüssel zum Erfolg scheint die Ausbildung zu sein“, habe sie festgestellt.

„Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen“, zitierte Maik Baumblüth einen griechischen Philosophen. Dieser Satz habe während seiner Lehre als Dreher in der Werkstatt gehangen, und den beherzige er heute noch. Baumblüth ist Chef von 250 Mitarbeitern, 13 bis 16 junge Menschen werden bei ihm in sechs Berufen ausgebildet. In ausgesuchten Fällen, je nach Bedarf und Eignung der Mitarbeiter, bietet die Firma auch Duale Studiengänge in Kooperation mit der Nordakademie an. Basis sei das duale Ausbildungssystem. „Es gibt keine Limits. Das ist ein hervorragender Einstieg“, machte er deutlich.

Das sieht auch IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning so. Bis zum Jahr 2030 würden in der Hanse-Belt-Region 100 000 Fachkräfte benötigt, davon aber lediglich 15 000 hochqualifizierte mit abgeschlossenem Studium.

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