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Stormarner Tageblatt

19. November 2017 | 13:42 Uhr

Aus Liebe zu Kindern

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Tatiana Noori-Lyaschko hat die Leitung der Kita Hoisdorf übernommen

Tatiana Noori-Lyaschko ist bereits seit sieben Jahren im Kindergarten Hoisdorf tätig. Als Bereichsleiterin für den Hort fing sie seinerzeit an. Die vergangenen vier Jahre war sie als stellvertretende Kindergartenleiterin im Einsatz. Die Zeit nutzte sie für diverse Fortbildungen, darf sich jetzt qualifizierte Kindertagesstättenleiterin nennen und hat auch ihr ganz persönliches Steckenpferd, das Qualitätsmanagement, vertieft. Seit dem ersten September hat sie die Leitung der Kindertagesstätte mit 175 Kindern, 18 Erziehern, zwei Hilfskräften und einer Küchenkraft übernommen.

„Unter Qualitätsmanagement fällt die Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern und Mitarbeitern und das ist mir ganz wichtig“, betont die 47-Jährige. Derzeit entwickelt sie mit einem Team ein Qualitätshandbuch, das für Erzieher, neue Mitarbeiter und Eltern die wichtigsten Bausteine zusammenfasst. Dazu gehört zum Beispiel die flexible Betreuungszeit, die auf Wunsch der Eltern eingeführt wurde und seit August umgesetzt wird. Früher musste man sich für eine tägliche Betreuungszeit von fünf oder acht Stunden entscheiden. Jetzt buchen alle fünf Stunden und dann nach dem jeweiligen Bedarf Stunden dazu. „Das erfordert mehr Abrechnungsarbeit von mir und in der Verwaltung, ist aber kundenorientiert“, erklärt Noori.

Wichtig ist ihr auch die Öffentlichkeitsarbeit. „Wir machen so schöne Sachen mit den Kindern, das wollen wir auch nach außen tragen.“ Im Hort wurden unter ihrer Leitung Ausflüge eingeführt, um Neues zu erforschen. In den Ferien wird immer ein besonderes Projekt inklusive Ausflug in Angriff genommen.

Die Motivation für den Beruf kommt aus der Liebe zu Kindern. „Ihre Entwicklung zu sehen und zu begleiten, ist toll. Manche kommen mit zwei Jahren und ich begleite sie bis zur fünften Klasse, sehe wie sie selbstständig werden. Das macht riesigen Spaß“, betont Noori, die in Hamburg mit ihrem Mann und zwei ihrer drei Töchter (24, 22, 19) wohnt. Zum Haushalt gehören auch „Lola“, ein Malteser-Shitzu-Mischling und „Juanita“, ein Rehpinscher. „Die Hunde sind mein Hobby. Ich liebe die Spaziergänge mit ihnen“, sagt Noori.

Sie fühlt sich gut angenommen an ihrer Wirkungsstätte und von der Gemeinde. Der leichte Akzent aufgrund ihrer russischen Herkunft sei kein Problem gewesen. Den zweiten Teil ihres Nachnamens lässt sie der Einfachheit halber auch weg, denn Noori – von ihrem afghanischen Ehemann – sei einfacher auszusprechen. Wenn 2018 das neue Mehrzweckhaus gebaut wird, träumt sie von einer Küche, die vom Kindergarten mitgenutzt werden kann, um selbst frisch für die Kleinen zu kochen. Ganz konkret wird die Neugestaltung des Außengeländes in Angriff genommen. Gemeinsam mit dem Team, Eltern und finanzieller Unterstützung des Fördervereins und der Gemeinde sollen neue Spielgeräte installiert werden. Im Rahmen der Partizipation wurden hierzu die Kinder befragt, die sich ein Großgerät wie ein Schiff oder Flugzeug wünschen. Für einen Flohmarkt des Fördervereins hatten sie fleißig bebastelt, Kerzen gezogen und Steine, T-Shirts und Taschen bemalt.


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