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Stormarner Tageblatt

22. September 2017 | 00:55 Uhr

Ahrensburg : Aus für das alte Badlantic

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Am Montag soll eine Entscheidung fallen. Favorisiert wird ein kleinerer Neubau auf dem gleichen Areal.

von
erstellt am 08.Jul.2017 | 08:00 Uhr

Im Hauptausschuss im Juni war die Entscheidung noch verschoben worden, im Hauptausschuss am Montag soll die Politik nicht nur sagen, was aus dem Badlantic werden soll, sondern es auch beschließen. Im Grundsatz sind sich alle einig: Das marode Erlebnisbad wird abgerissen, und ein neues, kleineres Hallenbad direkt daneben gebaut.

Als das Badlantic 1983 eröffnete, was es das erste Erlebnisbad in der Region und zog weit mehr als eine halbe Million Besucher im Jahr an. Mittlerweile gibt es viel Konkurrenz, die Besucherzahlen haben sich halbiert, das Defizit für die Stadt liegt trotz aller Anstrengungen bei rund 1,7 Millionen Euro im Jahr. Daran änderte auch die Übernahme der Norddirekt-Anteil (49 Prozent) 2015 nichts.

Laut den Wirtschaftsprüfern Göken, Pollak und Partner (Bremen) ist ein Neubau mit 11,75 Millionen Euro günstiger für die Stadt als die Sanierung, für die 12,2 bis 13, Millionen Euro angesetzt sind.

In der Frage, ob sie eine Sanierung oder einen Neubau vorziehen, hatten sich die Ahrensburger mit knapper Mehrheit für ein neues Bad entschieden – allerdings auch viele Ergänzungswünsche geäußert. Das Grobkonzept der Hamburger Architekten Geising und Böker ging 2015 von Gesamtbaukosten von netto 11,8 Millionen Euro aus. Das steigt auf 13,5 Millionen, wenn die Sonderwünsche erfüllt wären, die auch der Aufsichtsrats bereits gutgeheißen hat. Dass sind zusätzliche Räumlichkeiten für den Schul- und Vereinssport (300  000 Euro), ein Sportbecken mit acht statt sechs Schwimmbahnen (980  000 Euro) und eine Sprunganlage mit ein- und Drei-Meter Brettern (345  000 Euro).

Ein Neubau hat zudem den Vorteil, dass das Badlantic nicht über Monate für eine Sanierung geschlossen werden muss. Und in einem neuen und kleineren Bad sind auch die Betriebs-vor allem die Energiekosten deutlich geringer. Die Gutachter sehen einen Kostenvorteil bei etwa einer Million Euro im Jahr.

Wenn der Ausschuss und die Stadtverordneten zustimmen, soll 2018 die Bauleitplanung und der Vorentwurfs erarbeitet werden. Zur Sitzung liegt noch ein Antrag der SPD vor, zu prüfen, ob die benachbarte Cottage-Sauna erhalten oder deren Betrieb eingestellt und das Gebäude abgerissen werden soll. Vorteil: Der Bad-Neubau könnte freier auf dem Areal platziert werden. Zudem möchte die SPD, dass alle Planungsschritte über ein externes Projektmanagement gesteuert werden, das von einem städtischen Lenkungsausschuss unter Federführung des Bauamtsleiters begleitet wird. Parallel soll ein Personal- und Organisationskonzept sowie ein zielgruppenorientiertes Marketingkonzept entwickelt werden. „Damit sollen Kostenvorgaben, Projektsicherheit und wirtschaftliches Vorgehen im Planungsverlauf sichergestellt werden“, so Jochen Proske.

Der Zeitplan sieht einen Realisierungswettbewerb im Herbst nächsten Jahres vor. Baubeginn könnte im Herbst 2019 oder im Frühjahr 2020 sein. Wenn alles klappt, kann Ende 2021 die Eröffnung eines neuen Badlantic gefeiert werden.

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