Bad Oldesloe : Aus Bahr wird Obi

Noch steht Max Bahr auf dem Turm am B  208-Kreisel.
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Noch steht Max Bahr auf dem Turm am B 208-Kreisel.

Die Baumarktkette Obi wird bei Max Bahr in Bad Oldesloe einziehen. Seit Februar stand das Gebäude leer.

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04. Dezember 2014, 06:45 Uhr

Als Ende Februar die Filiale von Max Bahr am B 208-Kreisel im Gewerbegebiet Süd-Ost geschlossen wurde, wurden viele andere Baumarkt-Ketten als mögliche Nachfolger genannt: Hagebau, Toom, Globus, Bauhaus und Obi. Vor allem die letztgenannten hatten viele Max-Bahr-Märkte übernommen, auch Standorte in Hamburg und Lübeck. Bei Bad Oldesloe winkten sie aber alle ab. Im September wurde erneut der Name Obi für Bad Oldesloe genannt, die Auskunft aus der Zentrale in Wermelskirchen klang aber eindeutig: „Es gibt zurzeit nichts zu berichten.“

Gut zwei Monate später sieht das anders aus. Offensichtlich sind sich die Wermelskirchener mit dem Makler Estama Real Estate in Berlin über die Miete für den 8000 Quadratmeter großen Markt handelseinig geworden. Eigentümer des Bahr-Grundstücks in Bad Oldesloe ist die LaSalle GmbH in München, der deutsche Ableger einer weltweit agierenden US-Immobilienfirma.

Norbert Leinius, Geschäftsführer der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) begrüßt, dass wieder Leben in das große Gebäude am Kreisel einzieht, das für alle, die von der A 1 nach Bad Oldesloe kommen, wie eine Visitenkarte wirkt. „Wir hatten uns gewundert, dass es überhaupt so lange leerstand, obwohl es mehrere Interessenten gab, die auch kaufen wollten“, sagt Leinius, „für Bad Oldesloe ist es gut und die Stadt verträgt auch zwei Baumärkte.“

Das wird sich Obi auch überlegt haben. In der Region sind sie in Lübeck, Bad Segeberg, Glinde und Bergedorf vertreten. Oldesloe wäre also der fünfte Standort. Der Markt in Bad Segeberg liegt ebenfalls an einer Autobahnausfahrt, in Bergedorf wurde Obi erst im September 2013 eröffnet. Mit einer 9000 Quadratmeter großen Halle ist der dortige Baumarkt mit 75 Mitarbeitern nur wenig größer als der ehemalige Bahr in Bad Oldesloe. Der Bergedorfer Marktleiter Jan Denecke ist auch Ansprechpartner für Bewerber. Neueröffnung in Bad Oldesloe soll im Frühjahr 2015 sein.

Obi ist nicht die einzige Neuigkeit für das Gewerbegebiet Süd-Ost. „Wir verhandeln zurzeit mit Interessenten für das Nachbargrundstück Richtung Küchenstudio und für das Grundstück auf der gegenüberliegeenden Seite“, sagt Norbert Leinius.

Unter dem Namen Obi wurde vor mehr als 40 Jahren der erste Baumarkt im Alstertaler Einkaufszentrum eröffnet. Seit 1985 gehört die Kette mehrheitlich zur Tengelmann-Gruppe. Mit der Strategie „Best in Class“ ist man mit 331 Filialen, davon 141 Franchise-Partner, zum Marktführer in Deutschland aufgestiegen. Obi ist in 13 europäischen Ländern an 567 Standorten vertreten. Ausnahme ist Frankreich: Gründer Manfred Maus hatte den Namen – die französische Aussprache des Wortes Hobby – laut Wikipedia für 3000 Franc von den Betreibern eines Baumarkts in Frankreich gekauft. Teil des Vertrags ist, dass Obi in Frankreich keine Märkte eröffnet. Die dortigen Obi-Märkte gehören zur Leroy-Merlin-Baumarktgruppe.

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