Bad Oldesloe : Aufwertung der Ex-Kantine

Auch Glas bis zum Boden und eine Terrasse sollen den Raum im Basisgeschoss aufwerten.
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Auch Glas bis zum Boden und eine Terrasse sollen den Raum im Basisgeschoss aufwerten.

Das Basisgeschoss des Kreistags wird mit Faltwänden, Parkett und neuer Lüftung multifunktional.

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08. Juni 2018, 11:21 Uhr

Zwei Jahre nach der ersten Vorstellung, wie die ehemalige Kantine unter dem Kreistag anders gestaltet werden könnte, ist das Projekt in trockenen Tüchern. Hatte die erste Kostenschätzung von 470 000 Euro für eine Renovierung inklusive Garderobe und Küche die Politik noch „geschockt“, gab der Wirtschafts-, Planungs- und Bauausschuss jetzt grünes Licht für das 610 000 Euro teure Konzept der Bauverwaltung.

Das Basisgeschoss soll multifunktional werden und in Zukunft als Pausen-, Aufenthalts- und Sitzungsraum für bis zu 100 Personen sowie als Besprechungs-, Schulungs-, Sozial- und Tagungsraum dienen und auch für Ausbildung und Einsätze des Katastrophenschutzstabs genutzt werden.

Mit 221 000 Euro ist die Sanierung des Multifunktionsraums der teuerste Einzelposten, 177 500 Euro kosten neue Lüftungsanlagen, Foyer, Garderobe und Küche summieren sich auf 82 000 Euro. Für externe Planungskosten sind 72 000 Euro angesetzt. 55 000 Euro sind als Reserve vorgesehen, falls die Ausschreibungen teurer werden.

Das Konzept der Bauverwaltung überzeugte die Politik. „Da es multifunktional werden soll, wollten wir möglichst wenig feste Einbauten“, so Bauamtsleiter Klaus Kucinski. Der 120 qm große Raum wird sich künftig durch eine Faltwand teilen lassen. Auch das 100 qm große Foyer soll teilbar werden, allerdings nicht mit einer fest installierten Faltwand.

Um den Souterrain-Charakter des Raumes aufzuheben, werden an der Südwestseite anstelle der Fenster zwei bodentiefe Festverglasungen und zwei Türen zu einer ebenfalls neuen Außenterrasse in Richtung Parkplatz angelegt. Da auch die geringe Raumhöhe für eine etwas drückende Atmosphäre sorgt, wird die 20 bis 25 Zentimeter abgehängte Decke freigelegt. Die Lüftungsrohre sollen sichtbar montiert werden, die Struktur der Decke wird sich aber vor allem aus Akustikplatten ergeben. Die sind auch notwendig, weil kein Teppich, sondern Holzparkett vorgesehen ist.

Bislang gibt es nur eine gemeinsame Lüftungsanlage für Kreistag und Basisgeschoss, was immer zu Problemen führte. Beide Geschosse werden nun eigene Anlagen bekommen, wobei die für den Multifunktionsraum auch kühlen und etwas heizen kann.

Die ebenfalls in die Jahre gekommenen Tische und Stühle sollten zunächst übernommen werden, nun hat man sich anders entschieden. „Wir plädieren für neue Möbel aus einem Guss“, so Kucinski. Die vorhandenen sollen aber weitergenutzt werden, zum Beispiel in Schulungsräumen.

„Wir schaffen eine echte Aufwertung des Basisgeschosses“, sagte Landrat Henning Görtz, und das sahen auch die Ausschussmitglieder um den Vorsitzenden Wolfgang Gerstand (CDU) so, die sich einstimmig für diese Variante aussprachen. Frank Schmalowsky (SPD): „Entgegen ersten Befürchtungen finde ich das einen gelungenen Entwurf.“

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