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Stormarner Tageblatt

16. Dezember 2017 | 22:00 Uhr

Aufruf für fast 110 000 Steinburger

vom

Kreispräsident und Landrat unterstreichen Bedeutung der Kommunalwahl / Für den Kreistag gehen neun Parteien und Wählergruppen ins Rennen

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kreis Steinburg | Für den scheidenden Kreispräsidenten Hans-Friedrich Tiemann und für den neuen Landrat Torsten Wendt ist es keine Frage: Der Gang zur Wahlurne ist für die Steinburger am Sonntag erste Bürgerpflicht. In einem gemeinsamen Aufruf ermuntern sie die knapp 110 000 Wahlberechtigten dazu, ihre Stimmen nicht zu verschenken. Der Appell hat einen ernsten Hintergrund. Zuletzt lag die Beteiligung an den Kommunalwahlen bei unter 50 Prozent. "Es ist ganz bestimmt nicht egal, ob Sie zur Wahl gehen oder nicht. Lassen Sie es nicht zu, dass bei niedriger Wahlbeteiligung wenige Wähler über die Zukunft Ihrer Gemeinde und Ihres Kreises entscheiden. Die nächste Kommunalwahl ist erst wieder in fünf Jahren, also 2018", heißt es aus dem Kreishaus. Tiemann und Wendt betonen: "Nach fünf Jahren gilt es, einen neuen Kreistag und neue Stadt- oder Gemeindevertretung zu wählen. Warum das spannend ist? Weil es um die Zukunft Ihrer Gemeinde oder Stadt und Ihres Heimatkreises geht, um die Politik vor Ort, deren Auswirkungen Ihr Leben unmittelbar betreffen - es geht um Ihre Kindertagesstätte, Ihren Sportplatz, Ihre Feuerwehr - es geht um vieles mehr, das Sie alltäglich berührt!"

Gewählt wird am Sonntag bis 18 Uhr in insgesamt 161 Wahlbezirken. Anders als bei Landes- und Bundestagswahlen dürfen bei den Kommunalwahlen auch Jugendliche, die am 26. Mai das 16. Lebensjahr vollendet haben, wählen. "Hier werden zwar keine Gesetze erlassen, aber Entscheidungen gefällt, die Familien, Einrichtungen, Geschäfte und Betriebe hier bei uns angehen. Es betrifft jeden Einzelnen von uns, wofür Geld ausgegeben wird oder wofür keine Mittel vorhanden sind."

Wenige Minuten nach 18 Uhr gehen aus den Gemeinden die ersten Schnellmeldungen im Kreishaus ein. Hier dürfte es ein spannender Wahlabend werden. Neben den etablierten Parteien CDU, SPD, Grüne, FDP und den Linken sowie der Wählerinitiative Steinburg treten die Bürgerliste, die Freien Wähler und die Piraten an. Völlig offen ist dabei, wie sich die Ergebnisse auf Sitzverteilung und die Zahl der Abgeordneten auswirkt. Eine Fünf-Prozent-Hürde gibt es nicht mehr, je nach Wahlbeteiligung reichen schon wenig mehr als zwei Prozent der Stimmen für den Einzug in den Kreistag. Aktuell sitzen dort 52 Abgeordnete. Die gesetzliche Mindestzahl liegt bei 45. Je nach Wahlbeteiligung und Stimmenverteilung könnte es künftig auch 60 Kreistagsabgeordnete geben. "Nach oben ist alles offen", sagt Wahlleiterin Siegried Schulz. "Es werden so lange Sitze verteilt, bis auch das letzte Überhangmandat gedeckelt ist." Spannend wird es vor allem dann, wenn eine Partei sehr viele Direktmandate mit insgesamt aber relativ wenig Stimmen holt. Dann ziehen die anderen Parteien und Wählergruppierungen nach - und der Kreistag wird entsprechend aufgebläht. Wichtig bleibt unterm Strich aber, dass man überhaupt wählen geht - auch wenn der kommunale Wahlkampf sich in den vergangenen Wochen zumeist auf das Aufhängen von Plaketen und auf Postwurfsendungen beschränkte.

Am Wahlabend sind übrigens Besucher im Kreishaus herzlich willkommen. Im Eingangsfoyer werden aktuell die eingehenden Meldungen zur Kreistagswahl präsentiert.

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